Özdemirs Vision von der farbenblinden Gesellschaft

Grünen-Vorsitzender in Lünen

LÜNEN Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Bündnisgrünen, träumt von einer „farbenblinden Gesellschaft.“

von Von Peter Fiedler

, 10.07.2009, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Özdemirs Vision von der farbenblinden Gesellschaft

Cem Özdemir (2.v.l.) interessierte sich auch für umweltfreundliche Motorentechnik, die ihm Opel-Händler Joan Hendrik Rüschkamp (2.v.r.) erklärte. Links Gastgeber Kenan Kücük, rechts Landrat Michael Makiolla.

Das sei seine Vision einer Gesellschaft, „in der Menschen nicht nach ihrer Herkunft beurteilt werden, sondern danach, was sie für unsere Gesellschaft leisten“, erklärte Özdemir am Donnerstagabend in Lünen. Dort sprach er auf Einladung der Vereins selbständiger Migranten (VSM). Das Thema: Gesellschaftliche Teilhabe von Migranten in Deutschland.Hürden nicht zu hoch legen Özdemir, 1994 erster Bundestagsabgeordneter mit Migrationshintergrund, warnte davor, die Hürden für Einbürgerungen zu hoch zu legen. „Es ist schwierig zu erklären, dass türkischstämmige Menschen keine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten“, sagte er und betonte: „Es liegt im deutschen Interesse, dass aus Ausländern Inländer werden.“ Allen Parteien riet er, um Menschen mit Migrationshintergrund zu werben: „Wenn sie Interesse haben, dass es sie morgen noch gibt, öffnen sie sich.“

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