Offene Meinungsäußerungen ohne Versteckspiel hinter Pseudonymen

hzMeinung am Mittwoch

Nach einem Jahr endet die aktuelle Staffel „Meinung am Mittwoch“ mit einem Beitrag von Bob Michaels. Der fordert dazu auf, eine eigene Meinung nicht hinter Pseudonymen zu verstecken.

Lünen

, 29.05.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein letztes Mal, liebe Online-User müssen Sie meine Zeilen ertragen. Doch auch wenn es mir nach dem Wahlausgang der Europawahl unter den Fingern juckt - oder ich österreichischen Politikern sehr gerne ein paar gute Ibiza-Reisetipps geben würde – nichts davon. Versprochen.

Ob nun kritisch, unterhaltsam oder nachdenklich: Ein Jahr lang haben Dr. Katrin Stückrath, Jochen Otto, Jutta Beese, Kenan Kücük, Vanessa Bliecke und meine Wenigkeit, Sie jeden Mittwoch an unseren Gedanken teilhaben lassen.

Persönliche Gedanken

Die Bandbreite war groß und sicherlich hat nicht jeder applaudiert, denn schließlich waren es doch eigene, persönliche Gedanken, welche zu Papier gebracht wurden.

Aber: Ein jeder von uns gab seiner Meinung ein Gesicht - ohne dämlichem Versteckspiel hinter irgendwelchen Pseudonymen, wie man sie zuhauf in den (a)sozialen Medien und im Rest des Internets findet. Mehr noch: Wir erhielten Leserbriefe und führten Dialoge, sprachen mit Menschen, die vereinzelte Meinungen teilten oder auch mal kritisch hinterfragten.

Menschen sollten miteinander sprechen

Und das ist es, was ich mir (ganz persönlich) von jedem wünsche: Weg aus der Anonymität, hin zu offenen Meinungen und Dialogen, denn Menschen sollten (wieder) viel mehr miteinander sprechen. Wenn man etwas erfährt, was einen nachdenklich stimmt, dann sollte man die betroffene Person einfach darauf ansprechen.

Denn wie Sie sicher wissen, wird in weitergetragenen Gesprächen aus einem Zwergkaninchen, welches an einer Möhre geknabbert hat, ganz schnell ein reißender Rottweiler, der die halbe Nachbarschaft dahingemetzelt hat.

Gleiches gilt bei persönlichen Ansichten. Wenn etwas nicht passt, dann sagen Sie es einfach – nur so besteht eine Chance, dass Missverständnisse oder Fehler berichtigt werden können. Trauen Sie sich einfach – und geben auch Sie Ihrer Meinung ein Gesicht.

So, das war es dann auch schon und ich denke, ich spreche im Namen von uns allen: Herzlichen Dank fürs Lesen.

Wobei, Ibiza... Ernsthaft? Muahhahhahaaa...

Der Autor Bob Michaels ist Gastronom in Lünen und betreibt die Gaststätte „Das Greif“ in Wethmar.
Offene Meinungsäußerungen ohne Versteckspiel hinter Pseudonymen

Bob Michaels, Gastronom "Das Greif". © Michaels

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