Persiluhr-Passage soll "in der Region einmalig" sein

Melange aus Museum und Ehrenamt

Museum, Begegnungsstätte für Vereine, Anlaufstelle für Ehrenamt und touristische Informationen – diese Melange könnte in Zukunft die Persiluhr-Passage beherbergen. Am Dienstag gab es bereits einen ersten Einblick in das geplante Projekt. Das Ziel: einen Platz schaffen, der in der Region einmalig ist.

LÜNEN

, 21.07.2016, 05:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Persiluhr-Passage soll "in der Region einmalig" sein

Gutachter Dr. Ulrich Hermanns (v.l.), Rolf Becker (WBG) und Rita Hilgers, Mitarbeiterin des Münsteraner Gutachters, beim Termin in der Persiluhr-Passage.

Die Ideen und den Zeitplan stellten – auf Einladung der CDU-Fraktion – Vertreter der Stadt, des Passagen-Eigentümers Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) und Gutachter Dr. Ulrich Hermanns (Münster) vor Ort vor.

Das Museum in Schwansbell soll ein neues Domizil erhalten, denn die Bausubstanz im Gesindehaus müsste auch aufwändig renoviert werden. Die CDU hatte sich vor einigen Wochen für das Gebäude der Leoschule als neuen Museumsstandort ausgesprochen.

"Allerdings nur, weil wir nicht die richtigen Informationen hatten. Jetzt finden wir die Ideen für die Persiluhr-Passage gut. Man muss jedoch noch über ein Konzept fürs Museum nachdenken, eventuell auch über einen zweiten Standort", so CDU-Fraktionsvorsitzende Annette Droege-Middel.

Öffentlichkeit soll wichtige Rolle spielen

Klar wurde am Dienstag, dass die CDU ein eigenes Museum in Lünen erhalten will, wie Kulturausschuss-Vorsitzender Dirk Wolf sagte. Wichtig sei, so Kulturdezernent Müller-Baß, dass die "Grenzen zwischen dem, was das Museum macht, und der Einbeziehung der Öffentlichkeit fließend sind."

Das unterstrich auch Hermanns: "Es muss sich um eine so genannte Gemeindebedarfs-Einrichtung handeln, das müssen wir dem Land gegenüber nachweisen, um Fördermittel zu bekommen." Damit sei eine reine Museumsnutzung für die Passage ausgeschlossen.

Ort soll Touristen anziehen

Man wolle einen „sehr besonderen Platz“ schaffen, der auch in der Region einmalig ist und der auch als touristisches Ziel Besucher anzieht. Dass genügend Depotfläche für das Museum zur Verfügung steht, erläuterte Rolf Becker von der WBG. Es gebe in der Tiefgarage rund 400 Quadratmeter Platz als Depot.

In Schwansbell sind es derzeit keine 200 Quadratmeter. Wichtig sei eine Umgestaltung der Passage auch in städtebaulicher Hinsicht, so Stadtplaner Thomas Berger: "Es geht um Aufenthaltsqualität in der nördlichen Fußgängerzone, um das gesamte Umfeld ein Stück weit nach vorne zu bringen."

Der vorläufige Zeitplan 
Oktober: Bis dahin wollen Dr. Ulrich Hermann und sein Team das Konzept vorlegen und parallel festlegen, ob eine Förderung möglich ist.
November: Dann soll das Konzept von allen beteiligten Rat-Ausschüssen und dem Rat beraten werden.
Ende November: Die Stadt muss dann einen Entrag auf die Fördermittel stellen.
Frühestens im Frühjahr 2017: Dann wird die Entscheidung beim Land fallen. Im Mai wird in NRW gewählt werden. Wenn der Landeshaushalt genehmigt wird, erfolgt der Förderbescheid.
Zweite Jahreshälfte 2017: Dann kann eine Ausschreibung erfolgen und die Passage unter anderem entkernt und umgestaltet werden.
Frühestens 2018: Dann könnte die neue Persil-Passage der Öffentlichkeit übergeben werden.

 

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