„Phantom-Baustelle“ auf der Kurt-Schumacher-Straße: Absperrung verschwindet

hzVerkehrsbehinderungen

Eine Spurverengung auf der Kurt-Schumacher-Straße sorgt für teilweise erheblich Verkehrsbehinderungen - doch auf der Baustelle tut sich nichts. Das wird auch noch eine Weile so bleiben.

Lünen

, 12.08.2020, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Spurverengung in Höhe der Stadttor-Brücke, dazu die Ankündigung von zwei Baustellen-Ampeln: Schon seit Tagen schränken die Vorbote einer Baustelle an der Kurt-Schumacher-Straße den Verkehr in Lünens Innenstadt ein. Allerdings sind keine Arbeiter zu sehen - und wirklich etwas verändert hat sich auch nicht. Die Folge: Viele verärgerte Autofahrer, die teilweise in der sengenden Hitze im Stau stehen.

Ein Eindruck, der mit unserer Umfrage zur Arbeit der Stadtverwaltung korrespondiert: Das Baustellenmanagement in Lünen wurde von den Teilnehmern kritisiert. Oft komme es im Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten, es entsteht der Eindruck, dass ganz Lünen eine Baustelle sei.

Vor allem die Gahmener Straße ist wohl Ursache dieses Gefühls, hier ziehen sich die Arbeiten voraussichtlich bis Ende August in die Länge - vier Monate mehr als geplant. Die längerer Sperrung der Cappenberger Straße ist vielen Lünern noch gut in Erinnerung, bei der Preußenstraße ging es hingegen schneller als geplant. Unterm Strich steht ein Autofahrer in Lünen deutlich häufiger vor einer Baustellen-Ampel - auch in den kommenden Wochen.

Schutzplanken müssen erneuert werden

Das wird dann allerdings nicht an der Kurt-Schumacher-Straße der Fall sein. Die Sperrung der Fahrspur werde im Laufe dieser Woche (bis zum 14. August) aufgehoben, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage unserer Redaktion mit. Sie sei aus zwei Gründen aufgestellt worden: „Zum einen natürlich wegen der anstehenden Arbeiten. Zum anderen aus Sicherheitsgründen: Die Schutzplanke in der Mitte ist durchgerostet und nicht mehr stabil und um dieses Sicherheitsdefizit auszugleichen, hat die Stadt mit der Sperrung jeweils einer Spur Abstand zwischen den Fahrbahnen geschaffen.“ Zusätzlich sei die Geschwindigkeit auf maximal 30 Stundenkilometer begrenzt worden.

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Ursprünglich war die Baustelle laut Portal der Stadt Lünen vom 5. bis zum 31. August geplant. Daraus wird jedoch erst einmal nichts, wie Spangardt erklärt: „Die Arbeiten müssen von einer Spezialfirma ausgeführt werden, die uns derzeit noch nicht konkret sagen kann, wann sie loslegen kann.“ Und solange es diesen Termin nicht gibt, macht die Absperrung keinen Sinn: „Damit fällt der erste Grund für die Spurverengung erst einmal weg.“

Bliebe noch die Gefahr durch die durchgerosteten Schutzplanken. Bei diesem Grund habe man aber daraufhin entschieden, dass eine der Sicherheitsmaßnahmen - entweder der Abstand oder das Tempolimit - ausreichend seien. „Deswegen wird jetzt erst einmal die Sperrung der beiden Spuren aufgehoben. Das Tempolimit bleibt aber bis zur Fertigstellung der neuen Schutzplanke bestehen“, so Spangardt.

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