Piepton treibt Anwohner in der Innenstadt tagelang in den Wahnsinn - das steckt dahinter

hzGenervt in der Lüner City

Ein Dauer-Piepen im Bereich Gartenstraße rief sogar die Feuerwehr auf den Plan. Anwohner sind genervt. Am Ende löste ein Hausmeister das Problem.

von Kimberly Becker, Laura Schulz-Gahmen

Lünen

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Dienstag (9.) piepte es im Innenhof am Ende der Gartenstraße. Das schrille, monotone Geräusch sorgte nicht nur für genervte, sondern auch für überfragte Bewohner: Was piept und - noch wichtiger - wann hört es wieder auf?

Die Stadt konnte das Mysterium schließlich aufklären: Ein Warnrauchmelder in einem der Mehrfamilienhäuser in der Gartenstraße ist für das Piepen verantwortlich gewesen. Feuerwehr und Polizei haben Bescheid bekommen und sich ein Bild von der Situation verschafft. In der Wohnung, in der es piepte, war zur Zeit niemand zu Hause: Der Mieter ist im Urlaub. Da keine akute Gefahr durch Rauch oder Feuer erkannt wurde, hat die Feuerwehr keine Notwendigkeit darin gesehen, die Tür aufzubrechen.

Kein Einzelfall im Haus

Wie sehr das Piepen nervt, hat Familie Schwarz erlebt, die im Nachbargebäude wohnt: „Natürlich nervt uns das Piepen. Seit ein Paar Tagen hören wir das jetzt schon, vor allem am Abend, wenn auf den Straßen alles leise ist. Ich bin nur froh, dass unser Schlafzimmer auf der anderen Seite liegt“, sagt Melanie Schwarz. „Wenn es nachts auch so laut wäre, dann würde ich nicht so ruhig bleiben“.

Dass es auch anders gehen kann, hat die Familie auch schon erlebt. Unter ihrer Wohnung habe es letztens auch gepiept. Sie haben sofort die Feuerwehr gerufen, da das Geräusch aus dem Raum gekommen ist, der unter dem Kinderzimmer der Tochter liegt. „Als die Feuerwehr gekommen ist, haben sie die Tür aufgebrochen, weil sie dachten, dass etwas passiert war. Aber der Melder ist einfach so angegangen", sagt Andreas Schwarz.

Der Mieter sei ebenfalls im Urlaub gewesen und habe sich gewundert, als er wieder gekommen ist und bemerkt hat, dass seine Möbel verrückt worden sind.

Bis zu 14 Tage Piepen möglich

Die Kemna Immobilien Gesellschaft aus Kamen, die für das Haus zuständig ist, wurde über den Melder informiert und hat daraufhin den Hausmeister mehrfach dort hin geschickt, um das Problem zu lösen. Beim ersten Besuch des Hausmeisters hat das Piepen zufällig aufgehört und er beließ es dabei. Das Geräusch fing kurze Zeit darauf wieder an. Die Vermieter haben daraufhin erneut jemanden hingeschickt. Dieses Mal erfolgreich.

Das ist für die Nerven der Anwohner auch besser gewesen. „Bis zu 14 Tage kann ein Batterie-Alarm anhalten“, sagt Michael Renze von der Feuerwehr Lünen. „Und wenn keine richtige Gefahr besteht, dann darf die Feuerwehr auch nicht eingreifen.“ Dass ein Alarm ohne tatsächlichen Grund ausgelöst wird, passiere sehr selten, aber es komme immer wieder vor. Die Auslöser sind vielfältig: Eine Fliege, ein Defekt durch zu viel Staub oder zu hohe Temperaturen können dafür verantwortlich sein. Ist ein Bewohner im Urlaub, erhitzt sich die Luft im abgeschlossenen Raum und es fängt einfach an zu piepen.

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