Prügelei zwischen Kurden und Türken in Brambauer

Polizei musste einschreiten

Kurdische und türkische Jugendliche haben sich am Montagabend in Lünen-Brambauer eine Prügelei geliefert. Das bestätigte die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Polizei musste mehrfach zur Waltroper Straße und der Wittekindschule - und später auch Pfefferspray einsetzen.

BRAMBAUER

, 31.05.2017, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte die Polizei am Mittwoch den Vorgang. Eine Leserin hatte einen Hinweis gegeben: „Mein Mann und ich wurden durch Zufall Zeugen einer wilden Prügelei auf dem Platz neben der Wittekindschule, die sich bis auf die Waltroper Straße erstreckte. Auf dem Platz sowie der Waltroper Straße hielten sich mindestens 20 Personen auf, wovon mehrere Personen aufeinander einschlugen.“

Die Polizei spricht von einer Auseinandersetzung rivalisierender Jugendgruppen mit kurdischen und türkischen Wurzeln, wechselseitigen Provokationen und einem Handgemenge.

Einen ersten Einsatz „mit mehreren Streifenwagen“ habe es um 17.52 Uhr gegeben, so Kim Ben Freigang aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Dortmund. Bei diesem Einsatz seien sechs Tatverdächtige, vier davon aus Lünen, ermittelt worden. Eine Person sei leicht verletzt worden, habe aber nicht behandelt werden müssen.

Ein Rettungswagen sei vor Ort gewesen. Die Polizei habe Platzverweise gegen die beteiligten Jugendlichen ausgesprochen. Damit schien der Einsatz beendet.

Anweisungen nicht gefolgt: Polizist setzte Pfefferspray ein

Doch die Auseinandersetzungen flammten wieder auf, sodass die Polizei gegen 18.25 Uhr erneut alarmiert wurde, so Freigang. Diesmal, berichtet der Sprecher, wurde ein 17-Jähriger vorläufig festgenommen. Ob er aus Lünen stammt, konnte Freigang nicht sagen.

Weil nach der Festnahme einige andere Jugendliche den Polizeianweisungen nicht gefolgt seien, habe ein Beamter Pfefferspray eingesetzt. Durch das Spray sei ein anderer Polizist leicht verletzt worden.

Körperverletzung: Polizei ermittelt gegen sieben Jugendliche

Insgesamt werde nun gegen sieben Tatverdächtige, die sechs vom ersten Einsatz und den 17-Jährigen, wegen Körperverletzung ermittelt.

Die Ereignisse von Montagabend waren der Polizei keine Erwähnung im offiziellen Pressebericht wert. „Es war eine normale Körperverletzungsgeschichte, insofern ist sie am besagten Tag nicht geschrieben worden“, sagte Sprecher Freigang dazu. Außerdem sei die Pressestelle an dem Abend noch mit anderen Fällen beschäftigt gewesen. Aber auch am Dienstag und Mittwoch teilte die Polizei von sich aus nichts zu der Prügelei in Brambauer mit.

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