Corona-Krise: Lüner Reisebüro zieht an neuen Standort, um Arbeitsplätze zu sichern

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Zwölf Jahre lang hatte das Reisebüro Horn sein Domizil am Alten Markt in Lünen. Jetzt zieht dort ein anderes Geschäft ein. Das Reisebüro hat neue Räumlichkeiten - um die Arbeitsplätze zu sichern.

Lünen

, 04.11.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Schild im Schaufenster der bisherigen Geschäftsräume informiert die Kunden darüber, dass das Reisebüro Horn von der Langen Straße am Alten Markt umgezogen ist - dorthin, wo die Familie Horn einst ihr Busunternehmen gegründet hat, an die Graf-Adolf-Straße 27 gegenüber der St. Marien-Kirche. Die Entscheidung hat Joachim Horn getroffen, um in der Corona-Krise vor allem eins zu tun: Die Arbeitsplätze zu sichern.

Seit 2008 hatte Horn sein Lüner Reisebüro am Alten Markt, zuvor war das Reisebüro an der Münsterstraße in der Nähe der Lippebrücke. Drei Mitarbeiter sind derzeit im Lüner Reisebüro Horn tätig.

Gutes Omen für neuen Standort

Nun arbeiten sie an der Graf-Adolf-Straße. „Wir haben dort Büroräume eingerichtet. Schon am ersten Tag kamen Kunden - das werte ich als gutes Omen“, sagt Horn. Aktuell sind die Mitarbeiter an zwei Tagen in der Woche auch persönlich für die Kunden da und und zwar dienstags und freitags von 10 bis 13 Uhr. Telefonisch, Tel. (02306) 750 650, ist das Büro aber auch sonst zu den üblichen Geschäftszeiten in der Woche erreichbar. Dann kann man auch Termine vereinbaren, die dann unter den geltenden Corona-Regeln stattfinden. Ist wegen der Kurzarbeit kein Mitarbeiter zu den Sprechzeiten vor Ort, wird das Telefonat nach Selm zum dortigen Reisebüro Horn umgeleitet. Horn: „Es ist also immer ein kompetenter Gesprächspartner da.“

Das Ladenlokal am Alten Markt hatte Horn gemietet. „Es hat sich gut ergeben, dass es schon einen Nachmieter gibt.“ Welche Art von Geschäft dort bald einziehen wird, kann Horn derzeit nicht sagen.

Parkplätze am neuen Standort

Vorteil des neuen Standorts sind die Parkplätze vor dem Gebäude. „Aus manchen Bereichen von Lünen kamen die Leute schneller nach Selm in die Innenstadt als nach Lünen. Und in Selm haben wir ja auch Parkplätze“, so Horn.

Der Reisebüro-Chef, der in Selm fünf Mitarbeiter hat, geht nicht davon aus, „dass wir im nächsten halben Jahr mit der Corona-Pandemie durch sind.“ Zumal auch die Weltgesundheits-Organisation WHO erklärt habe, dass es frühestens im Sommer 2021 flächendeckend einen Impfstoff geben werde.

„Betrieb sichern ist das Wichtigste“

„Von Dienstreisen allein kann man nicht leben“, so Horn mit Blick auf die derzeit geltenden Corona-Regeln. Und wie es im nächsten Herbst nach den Bundestagswahlen mit finanziellen Unterstützungen wegen Corona weitergeht, steht auch in den Sternen.

„Im Augenblick ist das Wichtigste, den Betrieb zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten“, so Horn. Wobei es durchaus die Option gebe, nach Ende der Corona-Pandemie wieder in die Lüner Innenstadt zurück zu kehren. Auch in zentraler Lage - wenn dann auch nicht an den bisherigen Standort.

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