Sanierung für fast 2 Millionen Euro: Mehrere Optionen für die Steinstraße

hzSteinstraße Lünen

Die Fahrbahn ist huckelig, die Bushaltestellen nicht barrierefrei und die Kanalisation muss erneuert werden: Die Stadt nimmt sich der Steinstraße an krempelt sie auf 630 Metern komplett um.

Lünen

, 17.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Steinstraße wird auf einer Strecke von 630 Metern saniert. Kostenpunkt: Rund 1,9 Millionen Euro. Der Straßenausbau verläuft im mittleren Abschnitt der Steinstraße auf einer Länge von rund 630 Metern. Die komplette Erneuerung des Straßenraums ist im Abschnitt zwischen Schützenstraße und Löwen-Köster-Straße vorgesehen. Erneuert wird die Kanalisation und die Straßenentwässerung, es gibt neue Laternen und stellenweise neue Versorgungsleitungen.

Außerdem sollen die beiden Bushaltestellen im Abschnitt Löwen-Köster-Straße und Heidestraße in beide Richtungen für rund 200.000 Euro barrierefrei ausgebaut werden. Für Sehbehinderte gibt es eine durchgehende, ertastbare Randführung auf den Gehwegen. Die Bordsteine werden stellenweise für Mobilitätseingeschränkte gesenkt.

Die Anwohner dürfen bei der Planung mitreden

Die Bushaltestellen müssen aus Platzgründen verlegt werden, die Bäume am Straßenrand sollen weitgehend erhalten bleiben. Für die Umgestaltung der Straße hat die Stadt mehrere Optionen vorgestellt. Nach dem Beschluss durch den Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstag (15.9.) gibt es nun eine Anliegerbeteiligung. Drei Varianten können dabei diskutiert werden, anschließend stimmt der Ausschuss über Art und Umfang der Erneuerung ab.

Variante 1a:

  • Fahrbahnbreite nördlicher Abschnitt 6 Meter aufgrund des Busverkehrs, südlicher Abschnitt 5,50 Meter.
  • 2 Meter breite Parkflächen zwischen den Bestandsbäumen im östlichen Bereich, insgesamt 46 Längsstellparkplätze.
  • Neue Bäume wurden nur vereinzelt gepflanzt.
  • Die Gehwege haben eine Mindestbreite von 2,50 Metern.
  • Fahrräder fahren auf der Fahrbahn mit.

Variante 1 b: wie Variante 1 a, nur als Radfahrstraße ausgewiesen

Variante 2:

  • Fahrbahnbreite durchgängig 6,50 Meter.
  • Beidseitig ein mindestens 2,50 Meter breiter Gehweg.
  • Keine ausgewiesenen Parkflächen - die Fahrbahnbreite lässt das Parken auf der Straße zu.
  • Zwei neue Bäume an der nordwestlichen Bushaltestelle.
  • Fahrräder fahren auf der Fahrbahn mit.

Variante 3: Verkehrsberuhigter Bereich

  • Keine bauliche Trennung zwischen Gehweg und Fahrbahn, dennoch optisch getrennt durch Bäume.
  • 48 Stellplätze.
  • 14 neue Bäume.
  • 5,50 Meter breite Fläche für Bäume, Stellplätze und Fußweg.
  • Radfahrer und Fußgänger können sich auf der gesamten Fläche bewegen.

Die Verwaltung empfiehlt Variante 1, weil sich die Verkehrssicherheit verbessert, die Straßenräume gut strukturiert sind und diese Variante nicht zuletzt auch etwas günstiger ist.

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