Wieder Feuer auf Schäfer-Hof Konze: Leeres Wohnhaus und Scheune brennen komplett ab

Großeinsatz der Feuerwehr

Zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren wütete Sonntag ein Feuer auf dem Schäfer-Hof Konze in Alstedde. Während die Familie eine Tauffeier besuchte, kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen.

Alstedde

, 28.07.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wieder Feuer auf Schäfer-Hof Konze: Leeres Wohnhaus und Scheune brennen komplett ab

Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße. © Storks

Es war Sonntag (28.) um 12.21 Uhr, da wurde die Lüner Berufsfeuerwehr von der Kreisleitstelle in Unna über einen Scheunenbrand an der Alstedder Straße in Lünen-Alstedde informiert.

„Die Scheune sollte in voller Ausdehnung brennen, hieß es.“ Das sagte Feuerwehrchef Rainer Ashoff gegen 15 Uhr im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle. Gleichwohl sollte der Einsatz noch mehrere Stunden dauern, weil unter anderem zahlreiche Strohballen abgelöscht werden mussten.

„Fenster und Türen geschlossen halten“

Die Alstedder Bevölkerung war nachmittags aufgefordert, wegen des Rauches und der ungünstigen Windrichtung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für die Nacht von Sonntag auf Montag (29.) sollte sicherheitshalber eine Brandwache auf dem Hof eingerichtet werden.

Sofort nach Eingang der Brandmeldung um 12.21 Uhr machten sich der Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Löschzug 6 (Nordlünen-Alstedde) auf den Weg zum Hof der Schäfer-Familie Konze.

Unterwegs forderten die Einsatzkräfte wegen der weithin sichtbaren und äußerst starken Rauchentwicklung Unterstützung der Löschzuge 1 (Lünen-Mitte) und 7 (Wethmar) an.

Für den Fall, dass es zeitgleich noch an einer anderen Stelle in Lünen brennen sollte, übernahmen die Löschzüge Niederaden und Beckinghausen die „Grundsicherung für Lünen“, so Rainer Ashoff.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bilder vom Feuerwehreinsatz auf dem Hof Konze

Die Feuerwehr ist seit Sonntagmittag (28.) wegen eines Großfeuers auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße im Einsatz. Wir waren auch vor Ort und haben Bilder gemacht.
28.07.2019
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Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks
Eindrücke vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße.© Storks

Vor Ort angekommen, zeigte sich das ganze Ausmaß des Feuers. Das unbewohnte Wohnhaus und eine Scheune standen lichterloh in Flammen. Bei schweißtreibenden Außentemperaturen und teilweise unter Atemschutz machten sich die Feuerwehrkräfte ans Werk.

Für die Kräfte war es angesichts der Lage des Hofes gar nicht so einfach, an ausreichend Löschwasser zu kommen. Schläuche mussten über weite Strecken ausgerollt werden.

Auch Drehleiter im Einsatz

Gelöscht wurde mit allem, was das Zeug hergab - vom Boden aus und aus dem Korb einer Drehleiter heraus. Trotzdem fielen das unbewohnte Wohnhaus und eine Scheune dem Brand zum Opfer.

Hingegen konnten die Wohncontainer, wie von Rainer Ashoff mittags gehofft, und in denen die Famlie Konze seit einem Brand auf dem Hof im Januar 2006 lebt, gerettet werden. Die Familie war zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers am Sonntag nicht auf dem Hof.

Familie war bei Tauffeier in Holtwick

Die ganze Familie sei gegen neun Uhr morgens zu einer Taufe nach Holtwick im Kreis Coesfeld gefahren, sagte Seniorchef Thomas Konze (59) am Nachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort:

„Dort bin ich angerufen worden und habe von dem Brand erfahren. Wir haben uns dann sofort auf den Heimweg gemacht.“ Mehr sagte Thomas Konze nicht: „Bitte haben Sie Verständnis, das muss ich, das muss die Familie erstmal verdauen.“

Dass die Schäfer-Familie seit dem Brand 2006 in Containern auf dem Hof lebt, liegt daran, dass der Hof der damals achtköpfigen Familie nicht versichert war. Aus dem einstigen Provisorium wurde im Laufe der Zeit eine Dauereinrichtung.

Im Gespräch mit unserer Redaktion im Januar 2016, also zehn Jahre nach dem ersten Brand hatte Corinna Konze noch erklärt:

„Wir hoffen - und es sieht relativ gut aus - dass wir nach zehn Jahren die Möglichkeit haben, das Haus wiederaufzubauen.“ Das dürfte spätestens seit Sonntag (28.) unmöglich sein.

Viele Schafe und Bullen gerettet

Wie viele Tiere Opfer des Feuers wurden, war am Nachmittag unklar. „Wir konnten 60 bis 80 Schafe retten“, sagte Feuerwehr Rainer Ashoff. „Als wir hier ankamen, hatte schon ein ehemaliger Feuerwehrkollege von uns, der hier zufällig vorbei kam und heute in Diensten der Dortmunder Feuerwehr steht, die Bullen aus dem Stall auf eine Wiese geführt.“

Zur Höhe des Sachschadens und zur Brandursache machte Ashoff keine Angaben: „Dazu ist es es nun wirklich noch viel zu früh.“ Die Brandursache werde in den nächsten Tagen von der Polizei ermittelt.

Ansonsten war Lünens Feuerwehrchef nur froh, dass „niemand bei dem Brand verletzt“ wurde.

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