Schienenersatzverkehr statt Eurobahn: Am Montag geht es los - wir sind live dabei

Streckensperrung

Acht Monate lang fährt kein Zug zwischen Lünen und Davensberg, stattdessen gibt es einen Schienenersatzverkehr. Wir begleiten den Auftakt am Montag (6. Januar) mit einem Live-Ticker.

Lünen, Selm, Werne, Nordkirchen, Herbern

, 05.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schienenersatzverkehr statt Eurobahn: Am Montag geht es los - wir sind live dabei

Die Eurobahn fährt bis August nicht zwischen Lünen und Davensberg. © Keolis

Wer von Lünen nach Münster möchte, fährt ab Montag (6. Januar) am besten über Selm. Von dort gibt es einen Bus nach Davensberg, wo die Eurobahn dann ganz normal nach Münster weiterfährt.

Wobei: Was ist schon „ganz normal“ in den kommenden acht Monaten? Pendler, die auf die Verbindung zwischen Dortmund und Münster angewiesen sind, benötigen in jedem Fall ein starkes Nervenkostüm:

  • Der Bahnhof in Davensberg ist nicht barrierefrei ausgebaut. Heißt: Wer mit dem Schienenersatzverkehr (SEV) dort ankommt oder aus dem Zug zum SEV will, braucht zwingend Hilfe. Entweder von zufällig Mitreisenden oder vom DB Mobilitätsservice.
  • Der Bahnhof in Ascheberg wird weder von einem Zug noch von einem Bus angefahren, weil parallel zu den Arbeiten auf dem Bahndamm auch Arbeiten auf der Bahnhofstraße stattfinden. Die Busse halten deshalb in einiger Entfernung vom Bahnhofsgebäude, nämlich am Altenwohnheim und am Bahnhofsweg.
  • Wer aus Capelle in Richtung Münster oder Dortmund muss, ist auf die SEV-Linie A angewiesen, die sowohl am Bahnhof als auch im Dorf hält. Von Werne aus besteht hingegen die Möglichkeit, mit der SEV-Linie B ohne Halt in Capelle direkt nach Davensberg zu fahren.
  • Es lohnt sich allerdings nicht, von Lünen aus mit der SEV-Linie A nach Werne zu fahren und dort in die SEV-Linie B umzusteigen. Das dauert knapp zehn Minuten länger als die Variante mit der RB51 und der SEV-Linie C über Selm.
  • Diese Linie bindet den Bahnhof in Selm über Ascheberg an Davensberg an.
  • Der Bahnhof in Lünen ist entgegen der Aussagen von Deutscher Bahn und Eurobahn nicht barrierefrei: Der Aufzug ist seit mehr als einem halben Jahr außer Funktion, die Freigabe wurde immer wieder ausgeschoben.

Wir testen für Sie am Montag, ob dieses Konstrukt tatsächlich funktioniert. Mehrere Reporter sind auf den verschiedenen Linien unterwegs, berichten von ihren Erlebnissen und sprechen mit anderen Fahrgästen. Sie können die Ereignisse im Live-Ticker verfolgen.

Außerdem haben wir für Sie ein Service-Paket rund um die Streckensperrung zusammengestellt, das wir laufend erweitern:

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