Schlecht gelaunte Kunden auf Ämtern: Was Freundlichkeit auf beiden Seiten bewirken kann

hzMeinung am Mittwoch

Jeder muss mal zum Amt. Einige Kunden bringen schlechte Laune mit. Die Mitarbeiter geben ihr Bestes. Wenn alle freundlich sind, schaffen wir ein gemeinsames Lünen, sagt Marie Hirschberg.

von Marie Hirschberg

Lünen

, 29.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Personalausweis, Umzüge, Ummeldungen, bürgerliche Anliegen. Für all das ist das Bürgerbüro der Stadt Lünen zuständig, wo die Mitarbeiter von morgens bis nachmittags, montags bis freitags, die Sorgen der Lüner Bürgerschaft entgegen nehmen und ein offenes Ohr haben.

Schlecht gelaunte Kunden auf Ämtern: Was Freundlichkeit auf beiden Seiten bewirken kann

Gastautorin Marie Hirschberg. © Quiring-Lategahn

Gastautorin Marie Hirschberg ist Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen.

Viel wird über das Bürgerbüro gemeckert. Die Wartezeiten seien zu lang, warum muss ich jetzt genau hierhin und vieles mehr. Was nur niemand bedenkt ist, dass trotz der ganzen schlechten Laune, die Kunden ins Bürgerbüro hinein tragen, die Mitarbeiter wirklich immer freundlich sind. Die Mitarbeiter versuchen immer ihr Bestmögliches zu geben. Die Schreibtische sind immer besetzt.

Wenn es mal nicht schnell genug geht

Vielleicht wäre eine Lösung für die Klagen, mehr Mitarbeiter im Bürgerbüro einzustellen, um die Situation zu entschärfen? Und wenn es dem Bürger der Stadt Lünen trotzdem nicht schnell genug gehen kann, besteht die Möglichkeit einen kostenlosen Termin beim Bürgerbüro online zu vereinbaren. Dort kann man sich eine Uhrzeit aussuchen und kommt dann zeitig zur Zeit des Termins dran. Einfacher und schneller geht es nicht. Diese Art der Terminvergabe ist ein Zeichen, dass auch die Stadt Lünen immer digitaler und flexibler wird, um dem Bürger bei seinen Anliegen zu helfen und ihn zufrieden zu stellen.

Ein anderes Amt, wo wirklich sehr nette und zuvorkommende Mitarbeiter, hier in Lünen, arbeiten, ist das Straßenverkehrsamt des Kreises Unna. Eine Anlaufstelle nicht nur für Lünen. Wo selbst bei fehlenden Dokumenten eine bestmögliche Lösung gesucht wird. Und hier muss man wirklich sagen, dass die Mitarbeiter herum telefonieren, herum fragen und das nur für die Zufriedenheit des Kunden. Auch wenn am Nachbartisch der Kunde laut und ausfallend wird, bleiben die Mitarbeiter höflich und versuchen trotzdem das Anliegen des Kunden zu erledigen.

Einfach mal Danke sagen

Vielleicht sollte man beim nächsten Besuch im Bürgerbüro oder im Straßenverkehrsamt einfach auch mal nett lächeln und ein klares Danke aussprechen? Dann behält man den Besuch vielleicht in guter Erinnerung. Ja, diese Menschen werden dafür bezahlt, dass sie diesen Beruf ausüben und sie haben diesen selbst gewählt. Trotzdem hat jeder es doch gerne, wenn er in seinem Job gelobt wird oder ein freundliches Lächeln geschenkt bekommt.

So wird für jeden der Besuch im Bürgerbüro oder im Straßenverkehrsamt schöner, ob als Kunde oder Mitarbeiter. Das macht nicht nur das Miteinander im Amt angenehmer, wenn wir generell mit einem Lächeln unserem Gegenüber entgegentreten. Für uns alle wird das Miteinander schöner und dann schaffen wir als Lüner Bürgerschaft ein gemeinsames Lünen.

An dieser Stelle schreiben jeden Mittwoch im Wechsel unsere Gastautoren. Es sind:
  • Kira Engel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
  • Maren Feldmann, Geschäftsführerin Küchen Schmidt
  • Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen
  • Heinz Werner Kleine, Chemielaborant und Kunstsammler
  • Björn Schreiter, Architekt
  • Kevin Tigges, Studienreferendar und Akteur bei der „Abgedreht! Filmcrew“
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