„Schnellenberg“ steht still

LÜNEN-SÜD Die eingetrübten Perspektiven in der Gastronomie erschweren die Verpachtung für das seit einem Jahr leer stehende „Haus Schnellenberg“ an der Derner Straße.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 11.01.2008, 06:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Schnellenberg“ steht still

Schwer zu verpachten ist das seit einem Jahr leer stehende "Haus Schnellenberg" an der Derner Straße.

Das räumte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung Thorsten Lachmann, Verkaufsleiter beim Verpächter Getränke Gefromm, ein. Allenfalls sei ein „gedämpfter Optimismus“ hinsichtlich einer baldigen Verpachtung des bekannten Objektes realistisch, meinte Lachmann.

Für den Kenner der Gastro-Szene bedeutet auch das neue Nichtraucherschutzgesetz bzw. das ihm folgende Rauchverbot ein Erschwernis für eine Weiterverpachtung des Traditionshauses in Lünen-Süd.

Lachmann: „Die Wirte sind verunsichert, weil sie nicht wissen, wie sich das ab 1. Juli in Gaststätten geltende Rauchverbot auf die Umsätze auswirken wird.“ Diese Bangigkeit habe man auch bei den Versuchen bemerkt, „Haus Schnellenberg“ wieder an den Wirt zu kriegen.

Bemerkenswerte Größe

Mit ca. 150 Plätzen und einer für heutige Verhältnisse bemerkenswerten Größe gehört Schnellenberg eigentlich in die marktgängige Kategorie von Gastwirtschaften. Bis vor etwa einem Jahr hatte Silvia Wiemhoff, geb. Schnellenberg, die Gastwirtschaft geführt. Seit der Schließung ist Gefromm bemüht, das Objekt wieder einzugliedern. Wie Verkaufsleiter Lachmann sagte, habe es in der Zwischenzeit kein konkretes Interessenten-Gespräch gegeben, „obwohl das Objekt ständig beworben wird.“

„Haus Schnellenberg“ war in seiner Glanzzeit einer der gastronomischen Spitzenreiter im Süden. Viele Vereine gingen hier ein und aus. Aber das Glas ist leer

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