Schuh Okay zieht nach Lünen: Leerstand an der Langen Straße verschwindet

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Nachdem bisher eher Geschäftsschließungen in der Lüner Fußgängerzone auf der Tagesordnung standen, gibt es nun wieder eine gute Nachricht: Das ehemalige s.Oliver-Ladenlokal ist vermietet.

Lünen

, 10.01.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Lünen selbst verbreitete die Nachricht per Pressemitteilung: „Das aktuell noch leerstehende ehemalige Ladenlokal von s.Oliver konnte neu vermietet werden. Neuer Mieter ist die Firma Kramer Schuhe, die in dem Ladenlokal eine Filiale von ,Schuh okay‘ eröffnen will.“

Für das Haus mit der Adresse Lange Straße 3-5 seien „nach dem Eigentümerwechsel verschiedene Nutzungskonzepte geprüft worden“, so die Stadtverwaltung weiter. Sie selbst habe das Haus allerdings nicht erworben, wie Pressesprecher Benedikt Spangardt auf Nachfrage erklärte. Gleichwohl habe man sich intensiv an der Vermittlung des neuen Mieters beteiligt und sei nun natürlich stolz auf den Erfolg.

Keine Angst vor der Konkurrenz

Wer neuer Eigentümer des Hauses ist, konnte Spangardt nicht sagen. Auch Mike Rathmer, bei der Kramer Schuhe GmbH zuständig fürs Marketing, konnte dazu keine Angaben machen. Den Lünern verspricht er „modische, preiswerte und top-aktuelle“ Angebote. „Wir sind ein Schuhfachgeschäft für die ganze Familie. Weil unsere Zielgruppe so definiert ist, sind wir auch sehr optimistisch, uns gegen die Konkurrenz in Lünen behaupten zu können.“

Direkt in der Innenstadt befinden sich mit Schlatholt, dem „Schuhhouse“ und Deichmann gleich drei weitere Schuhgeschäfte an der Langen Straße. Der Werksverkauf an der ehemaligen Ara-Schuhfabrik in Alstedde und das Schuhcenter Siemes komplettieren das Angebot in der Lippestadt.

Die Lüner s.Oliver-Filiale hatte im März 2018 geschlossen. Der Einzug von Schuh Okay ist für Anfang März geplant, das Lokal hätte dann zwei Jahre lang leer gestanden. Wirtschaftsförderer Eric Swehla hatte 2017 erklärt, dass er hier keinen dauerhaften Leerstand befürchte und man der Hausverwaltung aus Duisburg bei der Vermittlung neuer Mieter gerne behilflich sei.

Mittlerweile ist das Fachreferat für Innenstadtentwicklung im Technischen Rathaus für die Fußgängerzone zuständig und kann nun einen Erfolg verbuchen. „Wichtig ist es, Interessenten für Einzelhandelsnutzungen und Makler zusammenzubringen“, wird Fachreferentin Astrid Linn in der städtischen Pressemitteilung zitiert.

Leerstand bleibt Herausforderung

Generell gelte aber: „Der Strukturwandel im Handel, der immer wieder auch mit Ladenleerständen einhergeht, ist eine Herausforderung für Lünen.“ Die Entwicklung sei nur schwer aufzuhalten, aber „verschiedene Maßnahmen seitens der Stadt im Dialog mit allen Akteuren sollen einen Rahmen für den Wandel geben.“

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Auch für andere Ladenlokale in der „1a-Lage“ der Innenstadt gibt es laut Stadtverwaltung aussichtsreiche Gespräche für Nachvermietungen. Als Meilenstein könne auch der Umbau der Persiluhrpassage zu einem Ort von Bildung und Kultur gesehen werden.

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