Seepark: Randalierer will Grill auf Polizisten werfen - 30 Personen bedrohen die Beamten

Acht Festnahmen

Unfassbar: Erneut ist es in Lünen zu einem Übergriff auf Polizisten und Sanitäter gekommen. Für insgesamt acht junge Erwachsene endete die Freiluftparty am Samstag in Polizeigewahrsam.

Lünen

, 07.07.2019, 13:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seepark: Randalierer will Grill auf Polizisten werfen - 30 Personen bedrohen die Beamten

Im Seepark Horstmar ist es wieder zu Übergriffen gegen Ordnungskräfte gekommen. © Foto Neubauer

Es begann wie so häufig: Ein 23-jähriger Dortmunder hatte zu viel getrunken und musste durch den Rettungsdienst behandelt werden. Der Mann selbst sah das offenbar anders und beleidigte die Rettungskräfte, ehe er sie laut Meldung der Polizei Dortmund auch körperlich anging. Das ließen sich die Sanitäter nicht gefallen und riefen die Polizei.

Als die gegen 22.40 Uhr eintraf, fixierten die Beamten den aufgebrachten Dortmunder, was wiederum eine 30-köpfige Gruppe auf den Plan gerufen habe: Die Leute begannen, „sich zu solidarisieren und lautstark das Verhalten der Beamten anzuzweifeln, sie zu beleidigen, zu bedrohen, Widerstand zu leisten und zu versuchen, den Gefangenen zu befreien“. Die Polizeibeamten, die von Unterstützungskräften verstärkt wurden, hätten „zielgerichtet gegen einzelne Personen Pfefferspray“ eingesetzt.

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Zwei Grillbeine schon in der Hand

Letztendlich nahmen die Polizeibeamten acht junge Leute in Gewahrsam. „Gegen den 23-jährigen Dortmunder ermitteln die Beamten wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“, so die Mitteilung. Auch einen 21-Jährigen erwarten Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung: „Er hatte angedroht einen Grill in Richtung der Beamten zu werfen und zwei der drei Grillbeine schon in den Händen gehabt.“

Ein 22-Jähriger startete mehrfach den Versuch, den 23-Jährigen zu befreien, scheiterte allerdings zweimal weil er stürzte und letztendlich weil die Polizeibeamten ihn in Gewahrsam nahmen. Für eine junge Dortmunderin, die die Stimmung weiter verbal anheizte, endete ihr 22. Geburtstag auch sehr unschön: Sie nächtigte im Polizeigewahrsam, nachdem sie mehrfach einen Platzverweis ignoriert hatte und den Anweisungen der Polizei nicht nachgekommen war.

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