Skurrile Ausrede: 26-Jähriger war mit Luftdruckpistole an der Münsterstraße unterwegs

hzAmtsgericht

Merkwürdige Ausreden sind Richter wohl von Angeklagten gewöhnt. Ein 26-Jähriger machte da keine Ausnahme, als er erklären sollte, warum er mit einer Waffe unterwegs war.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 02.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einer Kontrolle entdeckte die Polizei im Rucksack eines 26-jährigen Mannes eine Luftdruckpistole. Im Prozess wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz muteten seine Erklärungen nun etwas skurril an.

Der junge Mann, den die Beamten in den frühen Morgenstunden des 4. April auf der Münsterstraße beobachteten, verhielt sich verdächtig. Er schaute sich auffällig um und erweckte so den Anschein, dass er unter Umständen einen passenden Ort für einen Einbruch suchen könne. Sie sahen sich das Ganze näher an und fanden die Luftdruckpistole, die der 26-Jährige zwar besitzen, aber ohne „Kleinen Waffenschein“ nicht mit sich führen durfte.

Beuflich viel unterwegs - im Wald

Letzteres, so versicherte er nun in der Verhandlung vor dem Amtsgericht, sei ihm nicht so bewusst gewesen. Er sei beruflich viel unterwegs – auch im Wald. Die Waffe sei zum Schutz gegen Wildschweine gedacht gewesen und habe sich stets im Rucksack befunden. „Ich schieße nicht auf Menschen“, beteuerte er. Und so auffällig umgeguckt habe er sich nur, weil sein Handy-Akku leer gewesen sei und er nach einer Steckdose gesucht habe.

Das unerlaubte Führen der Waffe kostete ihn letztlich 1200 Euro Geldstrafe. Auch wurde die Luftdruckpistole eingezogen. „Damit Sie damit keinen Unsinn mehr anrichten können“, so Richter Ulrich Oehrle.

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