Lässige Sonnenbrillen und ein heißer Schlitten im Garten von Oliver Gilge

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Seit 30 Jahren drapiert Oliver Gilge in seinem Garten Dinge, die ihm gefallen - beispielsweise griechische Statuen mit stylischen Sonnenbrillen. Doch der Garten bietet noch mehr.

Lünen

, 23.08.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oliver Gilges Garten ist extravagant. Betritt man die Terrasse, sticht vor allem Eines ins Auge: Ein quietschgelbes Autoscooter-Fahrzeug mitten auf dem Rasen. Dann ein Blick Richtung Hecke über zahlreiche griechische Statuen hinweg. Manche von ihnen sind besonders lässig: Die stylische Sonnenbrille auf der Nase lenkt gekonnt von ihrer Nacktheit ab.

Wie kommt es zu dieser außergewöhnlichen Dekoration? „Ich mag griechische Figuren, auch wenn ich noch nie in Griechenland war. Also habe ich mir ein paar besorgt“, begründet der 55-Jährige. Ihre Sonnenbrillen tragen die Herren das ganze Jahr über - die gehören einfach dazu. Und der Auto-Scooter? „Ich bin als Kind immer gerne mit solchen Autos gefahren und habe zugeschlagen, als ich eines kaufen konnte. Das Teil wiegt 200 Kilo und ist theoretisch noch fahrbereit“, erzählt Gilge.

In den Garten kommt, was gefällt: So auch der Autoscooter.

In den Garten kommt, was gefällt: So auch der Autoscooter. © Sylva Witzig

Verliebt am Gartenzaun

Seit 30 Jahren lebt der gelernte Schlosser und Garten- und Landschaftsbauer im Geistviertel. In seinem Garten, den er seit jeher hegt und pflegt, lernte er vor rund 20 Jahren sogar seine Freundin Joanna Fiszer kennen. Die wohnte mit ihren Eltern nebenan. Und während beide in ihren Gärten arbeiteten, kamen sie über den Zaun hinweg ins Gespräch. Heute teilen sie sich einen Garten und die damit verbundene Arbeit. Während sie für die Blumen zuständig ist, kümmert er sich vorwiegend um Hecke und Rasen.

Die lässigen Herren mit den Sonnenbrillen sind nicht die einzigen Statuen in Gilges Garten.

Die lässigen Herren mit den Sonnenbrillen sind nicht die einzigen Statuen in Gilges Garten. © Sylva Witzig

Ein kleiner Gartenteich, geschmückt mit allerlei Deko, bereichert den Garten. In der Ecke ein Trampolin für den Sohn. Auf der Terrasse sitzen zwei glückliche Menschen, die sich über ihren Garten freuen. „Wenn wir in den Urlaub fahren, sind wir mit den Gärten der Ferienhäuser oft unzufrieden. Da denken wir, zumindest im Bezug auf den Garten, dass wir auch Zuhause bleiben könnten“, sagt Gilge und fügt hinzu: „Wir haben hier unser kleines Paradies zur Miete.“

Der Traum vom japanischen Ziergarten

„Wenn der Garten größer wäre, hätte ich gerne noch einen japanischen Ziergarten. Aber unser Garten wird leider kleiner statt größer“, erzählt Gilge. Denn durch die Neubausiedlung, die hinter dem Haus entsteht, wird ein Teil der Gärten der vorhandenen Häuser abgezwackt. Von seiner Hecke muss Gilge sich dann verabschieden - allerdings habe er Glück im Unglück. Denn während von seinem Grundstück nur etwa zwei Meter weggenommen werden, bleibt von anderen Gärten nur die Terrasse übrig.

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Der extravagante Garten von Oliver Gilge

Oliver Gilge platziert in seinem Garten alles, was ihm gefällt: Griechische Figuren, ein Gartenteich mit allerlei Deko und ein Autoscooter gehören dazu. Wäre der Garten größer, würde er einen japanischen Ziergarten anlegen.
21.08.2020
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Der Gartenteich von Oliver Gilge ist ebenfalls reich verziert. © Sylva Witzig
Der Garten von Oliver Gilge ist extravagant.© Sylva Witzig
Ein Trampolin für den 12-jährigen Sohn steht bereit. © Sylva Witzig
Im Garten von Oliver Gilge gibt es einiges zu sehen. Seine Freundin lernte er vor rund 20 Jahren am Gartenzaun kennen. © Sylva Witzig
Oliver Gilge hat ein Faible für griechische Figuren - obwohl er noch nie in Griechenland war. © Sylva Witzig
Im Garten von Oliver Gilge gibt es einiges zu sehen. Als ein Piazza Leonardo-Geschäft schloss, rettete er der Torbogen vor der Müllkippe. © Sylva Witzig
Der Autoscooter in Oliver Gilges Garten ist noch fahrtüchtig und wiegt rund 200 Kilo. © Sylva Witzig
Zwei lässige Typen: Oliver Gilge und "Atze"© Sylva Witzig
Oliver Gilge und seine Freundin Joanna Fiszer teilen sich die Gartenarbeit: Er ist für die Hecke und den Rasen zuständig, sie für die Blumen. Auf ihrer Terrasse verbringen sie so viel Zeit wie möglich. © Sylva Witzig

Also bleibt der Traum vom japanischen Garten nur ein Traum. Doch einen anderen Traum möchten sich Gilge und Fiszer erfüllen: Ein Pool soll den Garten ergänzen. Die lässigen Statuen mit den Sonnenbrillen passen da perfekt ins Bild.

Haben auch Sie einen besonderen Garten und möchten ihn zeigen? Haben Sie sich ihn vielleicht auch wegen der Corona-Krise in diesem Jahr besonders hergerichtet? Melden Sie sich gerne und teilen Ihren Gartengeschichte für unsere Sommer-Serie mit uns. Das geht per Mail an selm@ruhrnachrichten.de oder telefonisch unter (02592) 96949.
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