Spielfreude begeistert

Publikum feiert die Musiker beim Eröffnungsabend im ausverkauften Schlosstheater

24.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Spielfreude begeistert

<p>Ulrich Biersack, Mirijam Contzen und Ulrich Eichenauer (v.l.) begeisterten mit Beethovens «Serenade». Goldstein</p>

Das lag nicht nur an der Komposition, sondern vor allem auch an den Musikern, die die Klänge auf meisterliche Art spielten. So war es nicht nur ein Hörgenuss, sondern auch eine Augenweide, was die künstlerische Leiterin Mirijam Contzen darbot. Ihre Spielfreude zeigte sich auch in ihrem Gesicht, die Mimik und Gestik zeigten, wie sehr sie die Musik lebt und liebt. Aber auch die Spielfreude der anderen Musiker, ob bei den griechischen Tänzen von Skalkottas oder bei Schuberts wunderschönem «Forellenquintett», begeisterte das Publikum. Die ersten Bravo-Rufe ertönten schon nach Beethoven, am Ende hielt es kaum noch jemand auf den Sitzen. Und die stehenden Ovationen für die Musiker waren vollends verdient. Hausherr Sebastian Graf von Kanitz hatte nicht zu viel versprochen, als er erklärte, wie sehr er sich freue, dass «die Schlossmauern mit wunderbarer Musik erfüllt» werden. Mit einem Zitat des großen Geigers Yehudi Menuhin, der die Wirkung von Musik als Mittel zur Völkerverständigung hervorhob, stimmte der Graf die Zuhörer auf Abend und Festival ein, das zu einer «musikalischen Weltreise» einlädt. Und zwar, so Mirijams Bruder Magnus Contzen vom Veranstalter «Pro Lünen», ohne Flugzeug, Schiff, Auto oder Bahn: «Unser musikalischer Weg führt von Deutschland, nach Frankreich, England, Irland Tschechien, Japan, Ungarn und Rumänien.» Die Komponisten haben sich so auf die Suche nach den eigenen Wurzeln begeben, aber auch ihre Erlebnisse in fremden Ländern verarbeitet. «Und am Ende der Woche kann man, um viele Reiseerfahrungen reicher, ins wirkliche Leben zurückkehren», wünschte Contzen, auch im Namen von «Pro Lünen», den Zuhörern. In nur drei Jahren ist die Veranstaltung zu einer Tradition geworden, hob Max Püschel («Pro Lünen») hervor. Immerhin hat sich die Zuschauerzahl auch um das Dreifache im Vergleich zum ersten Festival 2005 gesteigert. Püschel: «Unsere Heimat wird bereichert durch die grandiosen Musiker, das Schloss durch die Besucher belebt, so wie es uns Mirijam Contzen versprochen hat.» Beate Rottgardt www.pro-luenen.deKultur

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