St.-Marien-Hospital in Lünen und Klinik im Park verhängen generelles Besuchsverbot

Coronakrise

Seit Montag (16.3.) gibt es ein generelles Besuchsverbot im St.-Marien-Hospital in Lünen. Laut Krankenhaus war es eine schwere Entscheidung. Am Abend zog die Klinik im Park nach.

Lünen

, 16.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schon zuvor ließ das St-Marien-Hospital nur noch einen Beuscher pro Tag für Patienten zu. Jetzt gibt es ein generelles Besuchsverbot.

Schon zuvor ließ das St-Marien-Hospital nur noch einen Besucher pro Tag für Patienten zu. Jetzt gibt es ein generelles Besuchsverbot. © Archiv

Im St. Marien-Hospital in Lünen gilt seit Montag (16.3.) ein generelles Besuchsverbot. Das teilt das Krankenhaus in einem Facebook-Beitrag mit.

„Wir tun alles, um unsere Patienten und Mitarbeitenden zu schützen“, heißt es dort weiter. Es sei zu erwarten, dass es im Kreis Unna zu einer wachsenden Zahl von Coronavirus-Infektionen kommen werde.

Gleichzeitig kämpfe man bekanntermaßen mit Versorgungsengpässen bei medizinischer Schutzausrüstung. Die Krankenhausleitung habe diese schwere Entscheidung getroffen, um Mitarbeitende und Patienten gleichermaßen zu schützen und auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben.

Ausnahmen für Schwerstkranke und Schwangere

Absolute Ausnahmen soll es lediglich bei besonderen medizinischen Gründen, etwa bei schwerstkranken Patienten sowie für werdende Mütter in der Geburtshilflichen Klinik geben.

In diesen Fällen soll der Besuch von maximal einem Angehörigen pro Tag gestattet werden. Diese Ausnahmen müssen vorab telefonisch mit den jeweiligen Stationsteams geklärt werden.

Das Besuchsverbot betrifft auch alle Angebote der Elternschule, die externen Gäste der Cafeteria sowie sonstige Besucher des Krankenhauses.

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Auch die Klinik im Park weitet die Schutzmaßnahmen aus: Ab Dienstag (17. März) gilt ein generelles Besuchsverbot in den vier Häusern des Klinikums Westfalen, zu denen auch das Haus in Brambauer zählt. „Ausnahmen sind nur in seltenen Einzelfällen aus besonderem Anlass möglich und müssen mit Stations- und Abteilungsleitungen vorher abgestimmt werden“, heißt es in einer Mitteilung.

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