Die Lüner Jugendlichen sollen sich ein eigenes Außendomizil bauen. © Stadtinsel
Neues Projekt

Stadt-Insel: Lüner Jugendliche bauen sich ihr eigenes Außen-Domizil

Eigentlich sollte ein neues Projekt im Jugendbereich der Stadt-Insel schon Mitte April starten. Doch es fehlte an Teilnehmern. Das hat etwas mit Corona zu tun, aber nicht wie man denkt.

Seit 2015 engagiert sich Stefan Schweizer ehrenamtlich in der evangelischen Jugend, arbeitet bei Projekten der Stadt-Insel, des Hauses für Kinder und Jugendliche mit. Jetzt hat der 21-Jährige eine besondere Idee für den Jugendbereich. Dafür braucht er aber noch Mitstreiter.

Sturmschaden beim Pavillon

Es geht um den Außenteil des Jugendbereichs. Dort stand eine ganze Zeitlang ein Pavillon, doch dann wurde es stürmisch, der Pavillon ging kaputt und flog auch noch davon. „Jetzt brauchen wir da für den Sommer was Neues,“ sagt Stefan Schweizer.

Geplant ist ein Unterstand zum Schutz gegen Regen oder auch zu viel Sonne im Außenbereich der Räume für die Jugendlichen. Unterstützt wird das Projekt durch das Lüner Architekturbüro Weiß, Wessel, Kirchner, das mit einer Spende die Finanzierung ermöglicht.

Die „Bauleitung“ hat Stefan Schweizer, der zurzeit sein Anerkennungsjahr in der Stadt-Insel absolviert. „Ich habe in den vergangenen drei Jahren den Ferien-Bauspielplatz auf dem Gelände der Stadt-Insel geleitet“, erzählt der 21-Jährige.

Auch sonst hat er im vergangenen Sommer die Renovierung des Jugendbereichs zusammen mit Jugendlichen begleitet. Denn wer die Räume nutzen kann, soll auch dabei sein, wenn sie auf Vordermann gebracht werden. Der große Umbau der Räume für Jugendliche in der Stadt-Insel fand 2012 und 2013 statt, auch damals waren junge Nutzer mit eingebunden.

Für das neue Projekt mit dem Unterstand braucht er fünf jugendliche Mitstreiter. Egal ob weiblich oder männlich. Mitwirken können – so sieht es auch die Corona-Schutzverordnung vor – Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren.

Motivation liegt brach

Aber da liegt das Problem. „Durch das Home Schooling und den Lockdown ist es derzeit schwierig, Jugendliche zu motivieren, sich zu engagieren und mal wieder draußen aktiv zu sein,“ beobachtet Schweizer.

Eigentlich sollten die Arbeiten am neuen Unterstand schon am 19. April starten, doch es gibt einfach noch nicht genug Interessenten. Schweizer: „Dann wollten wir Anfang Mai beginnen, doch ich denke, wir verschieben den Start noch mal.“ Auch wenn es schon Interessenten gibt. Schweizer will noch in den nächsten Tagen versuchen, über die Schulen weitere Mitstreiter für das kreative Projekt zu finden. Damit dann im Sommer tatsächlich der neue stabile Unterstand genutzt werden kann – wenn die Corona-Lage es möglich macht.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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