Coronavirus

Steigende Corona-Fälle: Klinikum Lünen-Werne hält an Besuchsverbot fest

Trotz erster Corona-Lockerungen gilt im Klinikum Lünen-Werne weiterhin ein Besuchsverbot. Es gehe um Vorsicht. Denn an beiden Klinik-Standorten in Lünen und Werne steigen die Infektionszahlen.
Im St.-Marien-Hospital steigt die Zahl der an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten tendenziell weiter an.
Im St.-Marien-Hospital steigt die Zahl der an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten tendenziell weiter an. © Foto: Fröhling (A)

Keine Chance auf Lockerung des Besuchsverbots sieht derzeit das Klinikum Lünen-Werne mit dem St. Marien Hospital Lünen und dem St. Christophorus Krankenhaus Werne. Die Zahl der Corona-Kranken steige weiter an, insbesondere auf den Normalstationen. Daher seien Besuche nur in Ausnahmefällen möglich.

Stand Mittwoch (23.2.) werden 33 Covid-Patienten in beiden Kliniken behandelt. In Lünen und in Werne liegt ein Covid-Patient auf der Intensivstation. Beide müssen beatmet werden. Schwere Krankheitsverläufe seien immer noch möglich, vor allem unter den bisher nicht geimpften Personen, erklärt Dr. Sabine Meyer, Leiterin des Corona-Koordinationsteams und Krankenhaushygienikerin.

Im St. Christophorus Krankenhaus Werne werden 15 Covid-Patientinnen und Patienten behandelt. 
Einer dieser Patienten liegt momentan auf der Intensivstation und wird beatmet.
Im St. Christophorus Krankenhaus Werne werden 15 Covid-Patientinnen und Patienten behandelt. Einer dieser Patienten liegt momentan auf der Intensivstation und wird beatmet. © Claeßen (A)

Hass und Anfeindungen gegenüber Mitarbeitenden

Die Zahlen bestätigten die Vorhersage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dass der Höhepunkt der Omikron-Welle die Kliniken noch nicht erreicht habe. „Außerdem ist völlig unklar, welchen zusätzlichen Effekt die ersten Öffnungen auf die Inzidenzen und die Hospitalisierungsrate haben werden.“ so Meyer. Bisher seien die Zahlen der Hospitalisierung tendenziell vier bis sechs Wochen nach den Lockerungen wieder gestiegen.

Ein Krankenhaus sei kein Einkaufszentrum. Die Patientinnen und Patienten zählten zur vulnerablen Gruppe, die weiterhin einen erhöhten Schutz vor einer Covid-Infektion benötige. Das Besuchsverbot stoße nicht immer auf Verständnis. Die Klinikleitung spricht von regelmäßigen Anfeindungen und Hass, die die Mitarbeitenden erfahren. Sie bittet um Anstand und Respekt.

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