Sturzgefahren vorbeugen

St.-Marien-Hospital plant entsprechende Ambulanz

24.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Dr. Harald Günther Ein Sturz kann schwerwiegende Folgen haben, besonders wenn der Betroffene schon älter ist. «Oft ist so ein Sturz die Schnittstelle, wo selbst bestimmtes Leben übergeht in fremd bestimmtes Leben», erklärt (Foto), Oberarzt der Geriatrischen Klinik des St.-Marien-Hospitals. Aus diesem Grund plant die Klinik eine so genannte «Sturzambulanz» zu eröffnen. «Dort können wir dann diagnostizieren, ob jemand sturzgefährdet ist und wenn die Tendenz besteht, dann gibt es auch Behandlungsmöglichkeiten», erläutert Dr. Günther. Ursachen für Sturzgefährdung können beispielsweise ein Schlaganfall, Diabetes, Kreislaufprobleme oder Schwindelanfälle sein. «Diese Ursachen kann man behandeln, dazu kommt die Möglichkeit eines Gleichgewichtstrainings und der Stärkung der Muskulatur», betont der Mediziner. Die umfassende Betreuung könnte auch bis zum Thema Wohnberatung ausgedehnt werden. Häufig sind kleine Veränderungen daheim schon hilfreich, um Stürze zu verhindern. So kann beispielsweise ein kleines Nachtlicht Orientierung bieten. Aber auch die Medikamente, die ein Patient nimmt, werden unter die Lupe genommen. Möglicherweise tragen die gegenseitigen Wirkungen auch dazu bei, dass ein Mensch sturzgefährdet ist. Die Sturzambulanz soll im Rahmen der Geriatrie angeboten werden. «Wir planen dies vor einem sehr konkreten Hintergrund, noch stehen allerdings die Abstimmung mit der Verwaltung und Gespräche mit den Krankenkassen aus.» Mitte bis Ende des Jahres will das St.-Marien-Hospital insgesamt eine Sturzprophylaxe im Haus einführen, wie Pflegedienstleiterin Marie-Luise Stoverock ergänzt. Denn solche Präventivmaßnahmen seien auch in einem Krankenhaus wichtig. Beate Rottgardt

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