Tag des Baumes: Neuling im Heideblümchenpark ist Klimawandel gewachsen

Pflanzaktion

Zum Tag des Baumes am 25. April pflanzt der Stadtverband für Heimatpflege zum dritten Mal einen Baum. Diesmal ist es eine Robinie. Einiges ist in Corona-Zeiten leider nicht möglich.

Alstedde

, 25.04.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine schöne Blütenpracht entwickelt die Robinie. Zum Tag des Baumes hat der Stadtverband für Heimatpflege eine Robinie im Heideblümchenpark gepflanzt.

Eine schöne Blütenpracht entwickelt die Robinie. Zum „Tag des Baumes“ hat der Stadtverband für Heimatpflege eine Robinie im Heideblümchenpark gepflanzt. © Heinrich

Einen Baum pflanzen, das gilt als Zeichen des Vertrauens in die Zukunft - auch in der Corona-Krise. Der Stadtverband für Heimatpflege setzt zum dritten Mal zum Tag des Baumes (25.4.) einen Baum in die Erde, diesmal ist es eine Robinie. Sie wurde bundesweit zum Baum des Jahres 2020 gewählt, wohl auch, weil sie anspruchslos und dem Klimawandel gewachsen ist.

Am Freitag (24.4.) setzten Horst Störmer, Vorsitzender des Stadtverbands für Heimatpflege, Enrico Korth, Baumfachmann der Abteilung Stadtgrün, sowie Jochen Heinrich, Baumexperte und Mitglied im Arbeitskreis Umwelt und Heimat, im Heideblümchenpark die Robinie in den Boden. Auch Wolfgang Paul, Vorsitzender des Heideblümchenparks, war dabei.

Information

Tag des Baumes seit 1951

Der Tag des Baumes wurde von den Vereinten Nationen 1951 beschlossen. Am 25. April 1952 wurde der deutsche „Tag des Baumes“ erstmals begangen.

Weil es hier Sturmschäden gegeben hat, soll die Robinie den Verlust ersetzen und den Park verschönern. Das gelingt ihr durch eine auffällige Blütenpracht, die die Robinie von Mai bis Juni entwickele, so Störmer. Die Blüten mögen Hummeln und Bienen. In Lünen gebe es einige schöne Exemplare, sie stehen zum Beispiel im Schlosspark Schwansbell.

Baumpflanzaktion des Stadtverbands für Heimatpflege im Heideblümchenpark: Vorsitzender Horst Störmer (l.) konnte als Gast Enrico Korth von Stadtgrün Lünen begrüßen.

Baumpflanzaktion des Stadtverbands für Heimatpflege im Heideblümchenpark: Vorsitzender Horst Störmer (l.) konnte als Gast Enrico Korth von Stadtgrün Lünen begrüßen. © Stadtverband für Heimatpflege

Esskastanie und Flatterulme

Die große Bedeutung der Bäume in unserer Biosphäre haben die Heimatpfleger des Stadtverbandes in Lünen schon früh erkannt und sich für den Schutz der Bäume eingesetzt, so Störmer.

Auch 2018 hat der Stadtverband am Ehrentag des Baumes gepflanzt. Damals war es eine Esskastanie an der Osterfeldschule in der Geist. 2019 wurde eine Flatterulme im Flusspark gepflanzt. Alle Bäume hat die Stadt Lünen finanziert.

Erstmals keine Baumpatenschaft

In diesem Jahr war zum Tag des Baumes allerdings einiges anders. Als „Wehrmutstropfen“ bezeichnete es Horst Störmer, dass erstmals keine Schule die Baumpatenschaft übernehmen konnte. Das lag an Corona.

Auch die beliebte Exkursion zu den schönsten Bäumen Lünens, die traditionell in diesem Zusammenhang stattfindet, muss diesmal ausfallen. Etwa 50 Bäume in der Stadt gelten als Naturdenkmäler. Sie sind besonders alt, besonders gewachsen, selten oder außergewöhnlich.

In den vergangenen Jahren hat der Stadtverband für Heimatpflege diese Bäume besucht. Auf einem elf Kilometer langen Weg ging es unter anderem zum Schlosspark Schwansbell und auf den Hof Schulz-Gahmen mit den wunderschönen Bäumen. Auch die Baumtour musste dieses Jahr ausfallen.

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