Auf der Münsterstraße und anderen Straßen in der Stadt muss nun langsamer gefahren werden. © Günther Goldstein
Meinung

Tempo 30 in Lünen muss kommen, am besten gleich überall!

Aus Lärmschutzgründen gilt auf sechs zusätzlichen Straßen in der Stadt nun Tempo 30. Das gefällt nicht allen. Unser Autor meint, dass die Maßnahmen noch viel weiter gehen müssten.

Die Nachricht zu mehr Tempo-30-Straßen kam nicht bei allen Lünerinnen und Lünern gut an. Das zeigte sich vor allem in den Kommentarspalten bei Facebook, wo die schrecklichsten Szenarien prophezeit wurden. Dabei ist der Stein des Anstoßes lediglich ein halbes Dutzend Straßen, in denen künftig nicht mehr 50 km/h gefahren werden darf, sondern „nur“ noch Tempo 30 erlaubt ist.

Zu viele Autos

Dabei dürfte man auf den betroffenen Strecken häufig nicht einmal diese Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen. Zu viele Autos sind dort unterwegs. Und diese verursachen den Lärm, den die Stadt mit ihrer Maßnahme reduzieren möchte. Das ist auch richtig so.

Ein höchstens auf dem Papier vorhandener kleiner Zeitgewinn bei der Autofahrt darf niemals über die zusätzlich gewonnene Lebensqualität der Mitmenschen gestellt werden. Selbst wenn sich später herausstellen sollte, dass die Lärmbelastung der Anlieger nicht gesunken ist: Die Sicherheit im Straßenverkehr steigt nachweislich.

Regel statt Ausnahme

Deshalb sollte Tempo 30 in den Städten die Regel sein, nicht die Ausnahme. Wer gegen komplette Fahrverbote in der Innenstadt ist, muss diese Maßnahme unterstützen. Vielleicht trauen sich dann auch mehr Lünerinnen und Lüner den Umstieg auf das Fahrrad – und das Problem mit dem Lärm löst sich von ganz alleine.

Über den Autor
Volontär
1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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