Testzentrum in Lünen am Gesundheitsamt: Zugang nur für einbestellte Personen

hzKreis Unna

Die Container für das neue Testzentrum am Gesundheitsamt des Kreises Unna stehen bereits. Doch geöffnet hat es noch nicht. Testen lassen können sich dort auch nur bestimmte Personen.

Lünen

, 12.10.2020, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein neues Testzentrum hat der Kreis Unna auf dem Gelände des Gesundheitsamtes an der Viktoriastraße aufgebaut. In Betrieb ist es aber noch nicht. Öffnen soll es spätestens Anfang nächster Woche. Wer verreisen möchte und aufgrund der Risiko-Einstufung des Kreises Unna einen Test braucht, wäre hier ohnehin an der falschen Adresse. „Es handelt sich nicht um eine öffentliche Teststelle“, betont Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna. Das Testzentrum sei ausschließlich für Personen gedacht, die vom Gesundheitsamt mit Termin einbestellt werden. Dazu zählten beispielsweise Kontaktpersonen. Urlauber, die einen Test in ihrem Feriendomizil brauchen, müssen ihren Hausarzt aufsuchen.

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Anlaufstelle gefordert

Das Testzentrum am Gesundheitsamt ist nicht zu verwechseln mit dem Covid-Behandlungszentrum am Krankenhaus, das die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zu Beginn der Corona-Pandemie eröffnet hatte. Dort konnten sich Verdachtsfälle untersuchen, behandeln und testen lassen. Das Zentrum ist allerdings Anfang Juni wieder geschlossen worden.

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Dr. Berthold Lenfers, Leiter des Covid-Koordinationsstab des des Katholischen Klinikums Lünen/Werne, hatte in einem Interview der Ruhr Nachrichten erklärt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir irgendwann wieder eine Anlaufstelle benötigen, wie wir das im Frühjahr hatten.“ Er spielt damit auf das Covid-Behandlungszentrum am Krankenhaus an. „Das hat sehr gut funktioniert. Menschen mit Beschwerden konnten nach kurzer Terminvereinbarung über den Hausarzt dorthin gehen und sich untersuchen lassen. Sie haben damit die Arztpraxen und die Notfallambulanzen in den Krankenhäusern erheblich entlastet“, so Lenfers. Man müsse versuchen, diese Menschen, die ja auch ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen könnten, möglichst gebündelt zu versorgen.

Entwicklung beobachten

Aktuell, so heißt es seitens der KVWL, sei eine Wiedereröffnung des Corona-Behandlungszentrums nicht geplant. Der Fokus liege darauf, die Versorgung von Corona-Verdachtsfällen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte zu stärken und ein breites Versorgungsangebot in der Fläche zu organisieren.

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„Selbstverständlich beobachten wir das Infektionsgeschehen in den Regionen in Westfalen-Lippe jedoch sehr aufmerksam und wären bei Bedarf auch in der Lage, kurzfristig regionale Corona-Testzentren einzurichten“, erklärt eine Sprecherin der KVWL.

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