Das Kulturbüro arbeiten an dem neuen Theaterspielplan. Durch die Corona-Krise gibt es noch viele offene Fragen. © Goldstein (A)
Kultur

Theatersaison in Lünen: Spielzeit soll ohne Abonnements über Bühne gehen

In der Lüner Theatersaison 2021/2022 spielt Corona eine Rolle. Wie viele Plätze im Heinz-Hilpert-Theater besetzt werden dürfen, ist unklar. Klar ist allerdings: Es wird keine Abonnements geben.

Wäre nicht Corona, könnten sich Theaterfreunde schon bald ihre Lieblingsvorstellungen in dem neuen Spielplan ankreuzen. Jetzt müssen sie noch warten. Das neue Heft wird sechs Wochen später erscheinen, etwa Mitte bis Ende Juni. Immerhin. Viele warten sehnsüchtig darauf, wieder Kultur erleben zu können. Doch es gibt Fragen, die heute noch gar nicht beantwortet werden können. Wie beispielsweise die nach der Anzahl der Besucher, die überhaupt ab September im Heinz-Hilpert-Theater Platz nehmen dürfen.

Barbara Kastner, Leiterin des Kulturbüros, gab den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur, Europa und Städtepartnerschaften während der online stattfindenden Erörterungskonferenz am Dienstag (4.5.), einen ersten Ausblick. Der konkrete Spielplan werde in der nächsten Sitzung des Gremiums vorgestellt, kündigte sie an.

Schauspieler hinter Schaufenstern

Die Hälfte der Inszenierungen hätten in der letzten Saison verschoben werden müssen. Ein Teil davon werde in der neuen Spielzeit gezeigt. Die Eröffnung soll corona-conform sein – mit Schauspielern hinter Schaufenstern und den Zuschauern davor. Den Schlusspunkt hinter die Spielzeit soll die Kleinstadtshow „Berlin kann jeder – Lünen muss man wollen“ setzen, ein interaktives Theaterstück der Burghofbühne Dinslaken. Zwischendrin gibt es Klassiker wie „Schwanensee“ oder „Land des Lächelns“, aber auch ein Stück des Kultursekretariats Gütersloh „Angela I.“ über das Leben und Wirken der Angela Merkel.

Für das Heinz-Hilpert-Theater soll es einen neuen Spielplan geben.
Für das Heinz-Hilpert-Theater soll es einen neuen Spielplan geben. © Günter Blaszczyk (A) © Günter Blaszczyk (A)

Das Kulturbüro Lünen arbeite mit den Landestheaters Dinslaken und Castrop-Rauxel zusammen. Auch die Hamburger Kammerspiele kämen mit Inszenierungen, in denen bekannte Schauspieler auf der Bühne des Heinz-Hilpert-Theaters zu sehen seien.

Viel Aufwand mit Ticket-Rückabwicklung

Der Anbonnement-Verkauf wird in der neuen Spielzeit ausgesetzt. Das Kulturbüro hatte seit März einen großen Aufwand, Karten der durch Corona ausgefallenen Vorstellungen zurück zu buchen. Vier Ordner seien mit ausgestellten Gutscheinen gefüllt, elf mit Rückbuchungen. Inzwischen habe man Organisation und Logistik verbessert, teilt Barbara Kastner mit.

Es gebe Überlegungen, wieder Freiluftkultur in Lünen anzubieten. Wie das durchgeführt werden könne, werde derzeit geprüft. Es sei spürbar, wie die Kultur in diesen Zeiten leide.

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Redaktion Lünen
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