Toter im Teich: Darum hat die Polizei nicht nach dem Vermissten in Niederaden gesucht

hzTodesursache steht fest

Nach dem Fund eines Toten im Teich einer Niederadener Firma steht mittlerweile auch die Todesursache fest. Und die Polizei erklärt, wieso der Lüner bei der Behörde nicht als vermisst galt.

Lünen

, 07.06.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Dienstagnachmittag (28.5.) haben Angestellte einer Firma an der Niederadener Straße einen leblosen Körper in einem Löschteich entdeckt. Aus dem Verdacht wurde schnell Gewissheit: Die Person war tot.

Schon kurz darauf konnte die Polizei die Identität des Toten klären: Es handelte sich um einen „Lüner mittleren Alters“, der ohne Fremdeinwirkung gestorben ist. Die mittlerweile abgeschlossene Obduktion hat das bestätigt, erklärt Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann. Der Mann sei in dem Teich ertrunken, die Polizei gehe von einem tragischen Unglücksfall aus.

Vermisst gemeldet, aber nicht als vermisst gelistet

Wortmann bestätigt auch, dass der Mann bei der Polizei nicht als Vermisstenfall geführt wurde. In den Kommentaren zu unserer Berichterstattung merkten einige Nutzer an, der Mann sei der Polizei sehr wohl als vermisst gemeldet worden.

Das stimme auch, sagt Wortmann. Aber nicht jeder als vermisst gemeldete wird bei der Polizei auch zum offiziellen Vermisstenfall: „Nach erwachsenen Personen darf die Polizei suchen, wenn sie ihren gewohnten Lebenskreis verlassen haben, ihr Aufenthaltsort unbekannt ist und eine konkrete Gefahr für Leib oder Leben angenommen werden kann. In anderen Fällen sucht die Polizei nicht“, sagt Wortmann.

Die Ermittlungen in diesem Fall ergaben, dass keine solche Gefahr für Leib und Leben bestand. Für Angehörige, sagt Wortmann, sei das natürlich schwer zu verstehen. Aber in so einem Fall dürfe die Polizei dann auch gar nicht suchen. Wer erwachsen ist und sein Lebensumfeld verlassen möchte, dürfe das schließlich auch.

Bei vermissten Minderjährigen sieht die Sache anders aus: „Nach Minderjährigen suchen wir sowieso immer“, sagt Wortmann.

Thomas G. ist weiterhin vermisst

Weiterhin vermisst ist Lünen der 46-jährige Thomas G.. Er wurde zuletzt vor dreieinhalb Wochen am 11. Mai gesehen. Thomas G. wohnt an der Westfaliastraße und ist wegen einer Vorerkrankung auf seine Medikamente angewiesen.

Bisher wurde aber nur sein Fahrrad gefunden, es stand am Fußballplatz des Lüner SV am Schwansbeller Weg. Die Suche mit einem Hubschrauber und mit Polizeipferden rund um das Waldstück Schwansbell verlief bisher erfolglos, privat waren auch Hunde im Einsatz.

So beschreibt die Polizei Thomas Gloger

Thomas G.ist circa 1,75 Meter groß und hat eine schlanker Statur. Er trägt laut Polizei eine Brille und ein dunkles Toupet. Normalerweise trägt er außerdem eine silberne Armbanduhr der Firma Casio.

Hinweise zu dem vermissten Thomas G. nimmt die Kriminalwache Dortmund unter Tel. (0231)132-7441 entgegen.

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