Trauerhalle in Brambauer: Erste Kostenschätzung für Sanierung liegt vor

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Die marode Trauerhalle auf dem Kommunalfriedhof Brambauer soll noch vor ihrem 100. Geburtstag gerettet werden. Mittlerweile gibt es eine erste Kostenschätzung - und einen ersten Rückschlag.

Lünen

, 26.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2024 feiert die Trauerhalle auf dem Kommunalfriedhof Brambauer ihren 100. Geburtstag. Bis dahin soll sie in neuem Glanz erstrahlen - die Sanierung ist fest eingeplant, ein entsprechender politischer Beschluss liegt bereits vor. Konkret sind folgende Maßnahmen notwendig:

  • Das Gebälk der Dachkuppel prüfen und sanieren
  • Neuer Anstrich innen und außen
  • Neue Technik in den gekühlten Aufbahrungsräumen
  • Platz für ein Kolumbarium (Urnengräber) schaffen

Die Verwaltung geht momentan nach wie vor von einer Fertigstellung im Jahr 2023 aus. „Ob die Corona-Pandemie noch Auswirkungen auf den Zeitplan hat, können wir derzeit noch nicht sagen“, erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage. „Ein endgültiger Terminplan kann erstellt werden, wenn das Ergebnis der Machbarkeitsstudie vorliegt.“

Ausschreibung läuft, CDU zufrieden

Die Ausschreibungen für diese Machbarkeitsstudie laufen derzeit. Die CDU hatte eine Sanierung der Trauerhalle im Februar 2019 im Sicherheitsausschuss gefordert und erklärte nun, man sei „hocherfreut, dass die Sanierung der Trauerhalle auf dem Kommunalfriedhof ,Zum Gottesacker‘ endlich an den Start geht“.

Allerdings gibt es einen Rückschlag zu verzeichnen: Das Land hat Fördergelder für die Machbarkeitsstudie abgelehnt. Folglich muss die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) die Gesamtkosten in Höhe von 87.600 Euro allein tragen. „Wenn wir in die Bauphase gehen, werden wir einen neuen Fördermittelantrag stellen und hoffen, dann eine Förderung für die Baumaßnahme selbst zu erhalten“, sagt Benedikt Spangardt.

Wieviel die Sanierung letztlich kosten wird, könne man derzeit noch nicht sagen. „Auf der Grundlage einer Kostenschätzung auf Basis des Baupreisindexes sind 2 Millionen Euro in den Wirtschaftsplan eingestellt worden“, so der Stadtsprecher. Die Trauerhalle ist seit 1986 denkmalgeschützt, entsprechend aufwändig sind die Arbeiten - und deren Planung.

Bestatter nutzen eigene Räume

Für Fragezeichen hatten zuletzt sinkende Nutzungszahlen der Trauerhalle gesorgt. Allerdings gehen Politik und Verwaltung davon aus, dass eine Sanierung diesem Trend entgegenwirken könnte. Auch die Nutzung einiger Aufbewahrungsräume im nördlichen Teil der Halle als Kolumbarium könnte die Halle weiter aufwerten.

Die Trauerhalle kann ungeachtet der notwendigen Sanierungsarbeiten genutzt werden - aktuell natürlich unter Berücksichtigung der Corona-Schutzmaßnahmen. Im vergangenen Jahr wurde dazu das Vordach repariert, zudem weichen Bestatter für die Aufbahrung der Toten auf eigene Räume aus. Denn in der Trauerhalle bildete sich Tau, der auf die Besucher tropfte.

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