Trockenheit erhöht Waldbrandgefahr: Feuerwehr Lünen gibt Tipps

Richtiges Verhalten

Auf der zweiten höchsten Warnstufe stand der Index für Waldbrandgefahr in den vergangenen Wochen in Lünen. Die Feuerwehr Lünen hat deshalb Tipps zur Vermeidung von Bränden.

Lünen

05.06.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Um solche Brände, wie hier in Sachsen-Anhalt, zu vermeiden, gibt die Lüner Feuerwehr Tipps.

Um solche Brände, wie hier in Sachsen-Anhalt, zu vermeiden, gibt die Lüner Feuerwehr Tipps. © dpa

Die Jahre 2018 und 2019 waren durch lange Trockenheit und einer vielerorts sehr großen Waldbrandgefahr geprägt. Auch der April 2020 war gegenüber dem langjährigen Mittel zu trocken und hat bereits in einigen Regionen des Landes NRW zu Wald- und Vegetationsbränden geführt.

Der Waldbrandgefahrenindex stand in den vergangenen Wochen in Lünen teilweise bei vier von fünf Punkten. „In den kommenden Tagen soll es zwar einzelne Gewitter und Schauer geben, da die Regenmengen in den ausgetrockneten Böden schneller versickern, kann die Brandgefahr aber schnell wieder ansteigen“, erklärt Stephan Dörnbrack, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Lünen.

Keine Kippen wegwerfen

Die Feuerwehr rät: Bürgerinnen und Bürger sollten sich grundsätzlich der Wetterlage entsprechend verhalten. Das bedeutet zum Beispiel, dass keine brennenden Zigarettenkippen unachtsam weggeworfen werden sollten: Ausgetrocknetes Strauchwerk oder Blütenreste können schnell Feuer fangen und dadurch größere Brände auslösen. Zigaretten sollten daher immer sorgsam im Aschenbecher ausgedrückt und auch dort entsorgt werden. Zudem gilt in Wäldern vom 1. März bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot.

Außerdem sollten kein Glas und keine Glassplitter in Wäldern oder auf trockenen Wiesen entsorgt werden. „Die Sonnenstrahlen können reflektiert oder gebündelt werden und so ein Feuer entzünden“, erklärt Dörnbrack. Ferner sollten Autos nicht über trockenem Gras abgestellt werden. Die heißen Katalysator- und Auspuffanlagen könnten das Gras entzünden.

Gefährliche Gartenarbeiten

Immer wieder kommt es zu Bränden aufgrund von Gartenarbeiten: Die Feuerwehr rät dringend davon ab, Gasbrenner zur Unkrautbekämpfung zu benutzen. Eine trockene Wiese oder Hecke entzündet sich schneller, als viele denken.

Wer privat grillt, sollte darauf achten, die Kohle erst dann zu entsorgen wird, wenn sie vollständig abgelöscht oder ausgekühlt ist.

Keine Brandbeschleuniger beim Grillen verwenden

Außerdem sind Brandbeschleuniger fürs Grillen absolut ungeeignet: Neben der Brandgefahr bergen die vermeintlichen Grillanzünder die Gefahr von schweren Verletzungen.

Falls es doch zu einem Brand kommt, sollte umgehend die 112 gewählt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Feuerwehr Lünen: www.feuerwehr-luenen.de.

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