Ukraine-Krieg

Ukrainische Flüchtlinge werden am Cappenberger See untergebracht

Die Stadt Lünen gerät bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine an ihre Grenzen. Deshalb sollen Wohncontainer auf dem Parkplatz am Cappenberger See aufgestellt werden.
Die Stadt Lünen wird mobile Wohncontainer für Geflüchtete aus der Ukraine auf dem Parkplatz Cappenberger See aufstellen.
Die Stadt Lünen wird mobile Wohncontainer für Geflüchtete aus der Ukraine auf dem Parkplatz Cappenberger See aufstellen. © Goldstein

Die Stadt Lünen wird auf dem Parkplatz am Cappenberger See kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten für Vertriebene aus der Ukraine errichten. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sowie seine Stellvertreter Daniel Wolski (SPD) und Rainer Hohl (Bündnis 90/Die Grünen) haben dazu nach Angaben der Stadt bereits am Freitag (6. Mai) eine entsprechende Dringlichkeitsentscheidung unterzeichnet. Die mobilen Unterkünfte können damit voraussichtlich Anfang Juni aufgestellt werden.

„Aktuell stehen wir in unserer Stadt vor der großen Herausforderung, den vertriebenen Menschen aus der Ukraine eine menschenwürdige Unterkunft und bestmögliche Versorgung zu bieten“, sagte Jürgen Kleine-Frauns laut Pressemitteilung.

700 Vertriebene schon aufgenommen

Bisher seien bereits rund 700 Vertriebene aus der Ukraine in Lünen aufgenommen worden. Damit reichten die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus. Um eine Obdachlosigkeit zu verhindern, sei zunächst eine Unterbringung in der Turnhalle der Osterfeldschule geplant, bis die Einrichtung am Cappenberger See fertig ist, hieß es Dienstag (10. Mai) weiter.

Ungefähr ein Drittel des Parkplatzes würde dann vorübergehend nicht für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Der Standort ist den Angaben zufolge das Ergebnis einer Analyse durch die Stadtverwaltung, die den Cappenberger See als einzige kurzfristig realisierbare Lösung ergeben hat. Andere Lösungen, wie sie unter anderem von der Politik vorgeschlagen worden sind, hätten eine empfindliche Verzögerung sowie zusätzliche Kosten verursacht.

Bürgermeister dankt Politik

„Ich danke der Politik für ihr Verständnis und Kooperation in dieser Angelegenheit“, wird Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns in der Pressemitteilung weiter zitiert: „Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die hier kurzfristig und schnell eine Lösung erarbeitet haben, gebührt ebenfalls ein besonderer Dank.“

Der Auftrag für die Errichtung der temporären Unterbringungsmöglichkeiten wurde unmittelbar nach Unterzeichnung der Dringlichkeitsentscheidung erteilt. Der Beschluss wird dem Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zur Genehmigung vorgelegt.

Sobald die Wohnanlage errichtet ist, wird die Stadt Lünen zunächst allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich vor Ort selbst ein Bild der Situation zu machen. Dann werden auch die zuständigen Ansprechpartnerinnen und Partner anwesend sein, um Fragen zu beantworten. Der genaue Termin der Veranstaltung wird rechtzeitig durch die Stadtverwaltung mitgeteilt.

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