Unfall-Tragödie auf der Moltkestraße: Gutachten zur Geschwindigkeit ist da

hzZwei Menschen gestorben

Bei einem schweren Unfall auf der Moltkestraße sind im Oktober 2019 zwei Menschen gestorben: Die Mutter (20) und der Sohn (4) der Familie im Auto. Jetzt ist auch das letzte Gutachten fertig.

Lünen

, 27.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Auto war in einer Nacht im Oktober 2019 frontal vor einem Baum geprallt, nur der Fahrer - der Vater - und seine Tochter (2) überlebten. Für Mutter (20) und Sohn (4) kam jede Hilfe zu spät. Ermittlungen ergaben, dass wohl nur der Vater zum Zeitpunkt des Unfall angeschnallt war, die Familie war auf dem Rückweg von einer Feier.

Im Blut des Vaters (20) waren später 1,6 Promille Alkohol gemessen worden, unklar war bisher noch, ob der Wagen auch wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Straße abkam. Das Gutachten liegt jetzt vor, berichtet Staatsanwältin Sandra Lücke.

Keine technischen Mängel am Wagen

„Der Gutachter geht davon aus, dass die Geschwindigkeit etwa 75 Stundenkilometer betrug“, sagt sie. Erlaubt waren an der Stelle 50. Eine Überhöhung zwar, aber möglicherweise nicht so hoch, dass sie das Abkommen von der Straße alleine begründet.

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Zeugen hatten zuerst von deutlich überhöhter Geschwindigkeit und einem Überholmanöver berichtet. Technische Mängel, die den Unfall hätten herbeiführen können, habe der Gutachter zudem nicht festgestellt.

Staatsanwältin Lücke ermittelt gegen den Vater wegen fahrlässiger Tötung, unklar sei, ob auch Straßenverkehrsdelikte wie Trunkenheit am Steuer im anstehenden Prozess noch eine Rolle spielen werden.

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