Valentinstag: Rote Rosen als Zeichen der Liebe, aber bloß keine Narzissen!

hzTag der Liebenden

Am Valentinstag lassen Liebende gerne Blumen sprechen. Rote Rosen gelten als Symbol wahrer Liebe. Bei Narzissen hingegen heißt es zu Valentin: „Bloß nicht!“. Warum eigentlich?

Lünen

, 12.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

90 Prozent ihrer Kunden zum Valentinstag am 14. Februar sind Männer. Ulrike Feldmann, Inhaberin von „Stil & Blüte“ an der Cappenberger Straße 7, kommt gut mit ihnen klar: „Die sind ganz pflegeleicht.“ Männer, die ihre Liebe druch die Blume sagen wollen, hätten eine konkrete Preisvorstellung. Dann hieß es: „Machen Sie mal“. Rot ist gefragt, mitunter auch Pink. Neben roten Rosen kämen Gerbera gut an, in Sträußen mit Eukalyptus und Olivenzweigen.

Keinen guten Ruf zu Valentin haben Narzissen. Das mag an ihrer Symbolik liegen. Die gelben Frühlingsblüher stehen für Fruchtbarkeit. Eine Botschaft, die bei der Angebeteten vielleicht nicht so gut ankommt. Außerdem soll die Narzisse für Eitelkeit stehen. Auch das möchte der Kavalier seiner Liebsten wohl kaum durch die Blume sagen.

Problem von Narzissen in Sträußen

Ulrike Feldmann hält das alles für Aberglauben. Sie nennt ganz praktische Gründe, warum Narzissen in Sträußen schwierig sind: „Sie schleimen aus.“ Dadurch würden die anderen Blumen welken. Dem begegnet sie mit einem Trick. Sie stellt Narzissen vorher eine Stunde separat in eine Vase und lässt sie ausschleimen. Dann klappt`s auch mit anderen Blütenkombinationen.

Kritisch sehen manche auch weiße Calla im Valentinsstrauß. „Oft wird sie mit Friedhofsblumen in Verbindung gebracht“, erläutert Thomas Hoffmann, Inhaber von „Blumen Völkel“ an der Schützenstraße 9b. Wie weiße Lilien oder Chrysanthemen. Wenn jemand diese Blumen aber besonders mag, seien sie auch am Tag der Liebe erlaubt.

Valentinstag: Rote Rosen als Zeichen der Liebe, aber bloß keine Narzissen!

Auch Gestecke in Herzform kommen am Valentinstag an. Ulrike Feldmann von "Stil & Blüte" hat sich auf den Tag der Liebenden vorbereitet. © Quiring-Lategahn

Ulrike Feldmann sagt dazu: „Die Calla ist eine sehr wertvolle Blume.“ Früher wollte man einem lieben Menschen zum Abschied etwas Wertvolles mitgeben. So habe die Calla den Ruf der Friedhofsblume bekommen.

Preise steigen schon im Einkauf

Der 14. Februar ist nach Muttertag der Hauptumsatztag der Floristen. „Wir ordern rechtzeitig“, so Hoffmann. Außerdem grenze man sich gegen die Discounter mit hochwertigen, modern gebundenen Sträußen ab. Bei den Discounter-Preisen könne der Blumenhandel nicht mithalten. „Wir schaffen es nicht mal, die Blumen für das Geld einzukaufen, wie sie dort angeboten werden“, nennt Hoffmann ein Problem der Floristen.

Am Valentinstag klettern die Preise besonders in die Höhe. Ulrike Feldmann, die 200 rote Rosen vorbestellt hat, berichtet, dass sie schon im Einkauf teurer seien. Für eine rote, langstielige Rose, die normalerweise 2 Euro koste, müssten zum 14. Februar 4,50 Euro bezahlt werden.

Manche Kunden würden daher auf andere Farben ausweichen, erlebt Thomas Hoffmann. Bunte Sträuße oder Blumen in gelb-orange wären nicht ganz so teuer.

Der Valentinstag

Der Tag geht auf die Legende von Bischof Valentin von Terni zurück, der Liebende traute, die nach damaligem kaiserlichem Befehl hätten unverheiratet bleiben müssen. Den Frischvermählten schenkte der Bischof Blumen aus seinem Garten. In den Kirchen wurde früher an diesem Tag die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam gefeiert. Erst in den letzten Jahren hat sich der Valentinstag kommerziell entwickelt.
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