Veganes Futter für Hunde? Was eine Lüner Tierärztin davon hält

Weltvegan-Tag

Veganer essen nichts, was vom Tier kommt. Viele füttern auch ihre Hunde rein pflanzlich. Ist das gut für den Fiffi? Die Lüner Tierärztin Dr. Barbara Seibert hat dazu eine klare Meinung.

Brambauer

, 03.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Veganes Futter für Hunde? Was eine Lüner Tierärztin davon hält

Es gibt Veganer, die auch ihre Hunde rein pflanzlich ernähren. © picture alliance/dpa

Ralph Sartor und seine Frau Kerstin Fälker sind aus ethischen Gründen überzeugte Veganer. Deshalb waren sie neulich auch beim Vegan-Dinner in Brambauer. Auch ihre Hunde bekommen veganes Futter. Die Mischlinge fressen vegane Trockennahrung. Pflanzliche Proteine auf Erbsenbasis und Kräuter. „Vegan for dogs“ ist im Handel erhältlich.

Die Hunde seien gesund und munter. Wer sagt denn, dass sie immer Fleisch fressen müssen?

Tierärztin Dr. Barbara Seibert hat in ihrer Praxis keine vegan ernährten Hunde. Sie sagt, man könne sie aber durchaus mit pflanzlichem Eiweiß füttern. Speziell Soja, Tofu oder Weizen biete sich an, dazu Erbsen als Proteinquelle. Es gebe auch Hunde, die krankheitsbedingt kein tierisches Eiweiß fressen dürfen. Da greife man auf Pflanzen zurück.

Babara Seibert plädiert aber für vegane Fertignahrung, weil sie nach ernährungsphysiologischen Maßstäben zusammengestellt sei. Futter selbst zu kochen, halte sie eher für schwierig.

Die Tierärztin hat selbst einen Hund. Der bekommt aber ganz normales Futter. „Ich muss einem Tier nicht meine ganz persönliche Überzeugung aufdrücken“, findet sie und sagt: „Wenn ich einen Pflanzenfresser haben möchte, sollte ich mir ein Kaninchen oder Meerschweinchen zulegen.“

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