Verzögerungen bei Lüner Kita-Bau: Stadtwerke erklären Probleme mit Witterung

hzLeser skeptisch

Wegen der Witterung habe sich der Neubau zweier Kitas im Lüner Norden verzögert. Diese Aussage der Stadtwerke irritierte einen Leser. Nun haben die Stadtwerke eine Erklärung geliefert.

Nordlünen, Alstedde

, 13.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Monate später als ursprünglich geplant sollen die beiden neuen Kitas in Alstedde und Nordlünen fertig werden - zum Start des neuen Kita-Jahres im August. Begründet wurde die Verzögerung von SL Grundbesitz, einer Tochter der Stadtwerke Lünen, die die Kitas baut, mit Witterungsproblemen.

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Ein aufmerksamer Lüner meldete sich in der Redaktion und wies darauf hin, dass das kaum stimmen könne. Nach seiner Meinung waren „September und Oktober 2019 sonnengoldene Monate, November und Dezember 2019 waren trockener und wärmer als die Jahresmittel der letzten 20 Jahre und weitestgehend sturmfrei.

Januar und Februar waren komplett frostfrei und die wärmsten Wintermonate seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Es gab 2 Sturmtage an denen keine Bautätigkeit möglich war.“ So die Anmerkungen des Lesers.

Für Betonarbeiten darf es nicht zu kalt sein

Dazu nimmt jetzt auf Anfrage unserer Redaktion Jasmin Teuteberg, Leiterin Marketing/PR der Stadtwerke, Stellung. „Auch wenn rückblickend der Eindruck vorherrsche, es hätten durchgehend positive Bedingungen geherrscht, müssen wir dem widersprechen. Allein der Februar ist dreimal regenreicher als sein vieljähriges Mittel . Zudem gibt es umfangreiche Betonarbeiten, die temperatursensibel sind und nicht unter 5 Grad Celsius durchgeführt werden dürfen.“

Nach Ansicht der Stadtwerke ließen sich witterungsbedingte Verzögerungen nicht nur isoliert mit einem Datum betrachten.

Wettervorhersagen haben wesentlichen Einfluss

Zur Planung und Durchführung der einzelnen Arbeiten gehörten auch immer die Betrachtung von Wetterprognosen.

Auf Basis dieser Prognosen werde die Baulogistik (z.B. die Anlieferung vorgefertigter Bauteile aus anderen Städten) geplant sowie die erforderlichen Vor- und Nacharbeiten jeweiliger Arbeitsschritte ausgerichtet.

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„Somit haben neben den tatsächlich vorherrschenden Witterungen auch Wettervorhersagen einen wesentlichen Einfluss auf die finale Bauzeit eines Projektes“, so Teuteberg.

Ausschreibung erfolgt im Laufe des Bauprojekts

Außerdem, so die Stadtwerke-Sprecherin, gelten alle geplanten Bauleistungen „stets vorbehaltlich wirtschaftlich verfügbarer Handwerksleistungen.“ Die Ausschreibung und Vergabe der verschiedenen Arbeiten erfolge im Verlauf des Bauprojektes. Beim Bau der beiden Kitas „Kinderhaus“ (Alstedde) und „Kleiner Kreisel“ (Nordlünen) seien beispielsweise zuletzt die Dachdeckerarbeiten vergeben worden; als nächstes stehe laut Stadtwerke-Sprecherin die Ausschreibung der Fenster und Türen an.

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