Video-Überwachung auf Privatgrundstücken wird in Lünen immer beliebter

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Sich vor Einbrüchen schützen, das wollen Hauseigentümer genauso wie Mieter. Dabei spielt Videoüberwachung eine immer stärkere Rolle. Auch in Lünen wird damit gearbeitet.

Lünen

, 06.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Laut der polizeilichen Kriminalstatistik sinken die Zahlen von Wohnungseinbrüchen in Lünen: Gab es 2014 noch 423 Wohnungseinbrüche, sind es in 2018 lediglich noch 199. Im Vergleich zu 2017 stieg die Zahl mit acht Fällen leicht an. Und offenbar sinkt das Sicherheitsgefühl der Lüner.

Elektromeister Uwe Klein arbeitet für die Firma Laschinski Redeker, die unter anderem die Installation von Einbruchmeldeanlagen anbietet. Er sagt: „Die Nachfrage nach Videoüberwachungen steigt. Die Verkaufszahlen von Einbruchmeldeanlagen sind bei uns in den vergangenen Jahren um 20 Prozent gestiegen.“

Dazu gehören nicht nur Videoüberwachungen, sondern auch Bewegungsmelder und Fensterkontakte mit entweder lautem oder stillem Alarm. Auch bestehe die Möglichkeit, sich den Alarm aufs Handy schicken zu lassen. Der Lüner betont: „Vor allem Fensterkontakte sind für Haustierbesitzer besser geeignet, da die Tiere häufig die Bewegungsmelder auslösen.“

Sicherheitsdienst statt Videokamera

In einem Fall vor einigen Jahren hat die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) tatsächlich mit dem Einsatz einer Videokamera gute Erfahrungen gemacht. „Es ging damals um den Verdacht des Drogenhandels und das Problem haben wir so gelöst“, sagt Bernd-Peter Menke, nebenamtlicher Vorstand der WBG.

In einem aktuellen Fall, bei dem wiederum Drogenhandel vermutet wird, helfe sich die WBG selbst, so Vorstandsvorsitzender Rainer Heubrock. Hier setze man einen Sicherheitsdienst ein. Denn was bei der Videoüberwachung alles erlaubt ist und was nicht, sei nicht immer ganz eindeutig.

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Ansonsten habe man in den WBG-Siedlungen, in Zusammenarbeit mit der Polizei, durch das Schneiden von Sträuchern und entsprechender Beleuchtung Angsträumen in Garagenhöfen oder Keller- und Hauseingängen entfernt. Heubrock: „Wo wir neue Klingelanlagen haben, ist eine Videokamera Standard, damit die Bewohner sehen, wer vor der Tür steht.“

Überwachungskameras in Parkhäusern

Auch die Parkhäuser des Bauverein zu Lünen sind alle mit Videokameras ausgestattet. „Diese geben den Parkenden ein Gefühl von Sicherheit und bei Beschädigungen an Autos geben wir die Videos an die Polizei weiter“, erzählt Vorstand Andreas Zaremba. Auch hätten sich die Zahlen an Menschen, die ein warmes Plätzchen im Winter suchen, beispielsweise im Parkhaus am Tobiaspark, seit der Einführung von Kameras verringert.

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