Viele Fotos: Welche verborgenen Schätze der Stadtteil Gahmen zu bieten hat

Stadtteilführung

Trotz unbeständiger Witterung war die Premiere der ersten Stadtteilführung durch Gahmen ein voller Erfolg. Über elf Gäste freute sich am Sonntag (20.10.) Gästeführerin Gabriele Germer.

Gahmen

, 22.10.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Fotos: Welche verborgenen Schätze der Stadtteil Gahmen zu bieten hat

Am ehemaligen Standort der einstigen Lesehalle an der Gahmener Straße/Ecke auf der Leibzucht erläuterte Gästeführerin Gabriele Germer dessen Geschichte. Gebaut um 1904 diente die Lesehalle den Bergleuten der Wissensvermittlung mit 5000 Bänden und Zeitungen, die kostenlos ausgeliehen werden konnten. Im Krieg wurde die Lesehalle fast komplett zerstört, nur Mauern blieben übrig. © Beuckelmann

Menschen, über den Ortsteil Gahmen, seine Geschichte und dessen Entwicklung bei einem 90-minütigen Rundgang zu informieren, war das Ziel von Gästeführerin Gabriele Germer.

Dabei erklärte sie auch den Ursprung des Ortsnamens, der so viel wie gutes Wohnen am Wasser, nämlich am hiesigen Süggelbach, bedeute.

Umfangreiche Recherchen

„Ich war hellauf begeistert, welche Schätze ich bergen konnte“, sagte Gabriele Germer am neuen Bürgerzentrum an der Kümperheide mit Blick auf ihre umfangreichen Recherchen, darunter Interviews mit Zeitzeugen und Bürgern, Einblicke ins Stadtarchiv oder ins Internet.

FOTOSTRECKE
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Erste Stadtteilführung Gahmen

Trotz unbeständiger Witterung war die Premiere der ersten Stadtteilführung durch Gahmen ein voller Erfolg.
22.10.2019
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Am Bürgerzentrum startete die Gästeführerin Gabriele Germer (r.), ihren Rundgang durch Gahmen. An der Kümperheide befanden sich vor rund 170 Jahren Wald und auch Weideflächen für Kühe. An die Geschichte erinnern Straßennamen wie Hirtenweg oder Kaubrügge wo einst eine Kuhbrücke war. Der Ortsteil mit seinen heute 4000 Einwohnern zähle überdurchschnittlich viele junge Menschen im Vergleich zu ganz Lünen und sei ein zukunftsorientierter multikultureller Stadtteil, so Germer.© Foto Beuckelmann
Am Bürgerpark mit seinen vielfältigen Spielgeräten und Freizeitmöglichkeiten hinter dem Bürgerzentrum erläuterte Gabriele Germer (2.v.r.) wie sehr sich der Stadtteil gewandelt habe und wie viele Naturerlebnisse hier geboten werden. Rund fünf Millionen Euro seien investiert worden im Zuge des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt Gahmen, um den Ortsteil aufzuwerten.© Foto Beuckelmann
So prunkvoll sah die damalige Lesehalle der Zeche Preussen aus, die um 1904 erbaut wurde und im Bombenhagel des 2. Wweltkrieges fast komplett zerstört wurde. Nur Mauerreste zeugen noch von dem Gebäude an der Gahmener Starße/Ecke Auf der Leibzucht.© Foto Beuckelmann
Am ehemaligen Standort der einstigen Lesehalle an der Gahmener Straße/Ecke auf der Leibzucht erläuterte Gästeführerin Gabriele Germer dessen Geschichte. Gebaut um 1904 diente die Lesehalle den Bergleuten der Wissensvermittlung mit 5000 Bänden und Zeitungen, die kostenlos ausgeliehen werden konnten. Im Krieg wurde die Lesehalle fast komplett zerstört, nur Mauern blieben übrig.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Im Fokus standen auch Erklärungen, wie die Menschen damals gewohnt und gelebt haben.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Im Fokus standen auch Erklärungen, wie die Menschen damals gewohnt und gelebt haben.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Im Fokus standen auch Erklärungen, wie die Menschen damals gewohnt und gelebt haben.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Im Fokus standen auch Erklärungen, wie die Menschen damals gewohnt und gelebt haben.© Foto Beuckelmann
Am ehemaligen Standort der einstigen Lesehalle an der Gahmener Straße/Ecke auf der Leibzucht erläuterte Gästeführerin Gabriele Germer dessen Geschichte. Gebaut um 1904 diente die Lesehalle den Bergleuten der Wissensvermittlung mit 5000 Bänden und Zeitungen, die kostenlos ausgeliehen werden konnten. Im Krieg wurde die Lesehalle fast komplett zerstört, nur Mauern blieben übrig.© Foto Beuckelmann
Am Bürgerpark mit seinen vielfältigen Spielgeräten und Freizeitmöglichkeiten hinter dem Bürgerzentrum erläuterte Gabriele Germer wie sich der Stadtteil gewandelt habe und wie viele Naturerlebnisse hier geboten werden. Dazu zählt die "Grüne Mitte", ein Aussichtspunkt mitten im Grünen.© Foto Beuckelmann
Am ehemaligen Standort der einstigen Lesehalle an der Gahmener Straße/Ecke auf der Leibzucht erläuterte Gästeführerin Gabriele Germer dessen Geschichte. Gebaut um 1904 diente die Lesehalle den Bergleuten der Wissensvermittlung mit 5000 Bänden und Zeitungen, die kostenlos ausgeliehen werden konnten. Im Krieg wurde die Lesehalle fast komplett zerstört, nur Mauern blieben übrig.© Foto Beuckelmann
Am Bürgerpark mit seinen vielfältigen Spielgeräten und Freizeitmöglichkeiten hinter dem Bürgerzentrum konnten die Besucher der Stadtteilführung einen Eindruck gewinnen über die Naturerlebnisse, die hier geboten werden. Dazu zählt die "Grüne Mitte", ein Aussichtspunkt im Grünen.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Im Fokus standen auch Erklärungen, wie die Menschen damals gewohnt und gelebt haben.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer erläuterte an der Gahmener Straße 229 die Geschichte der jüdischen Familie Terhoch, die hier ein Lebensmittelgeschäft betrieb. Als die Nationalsozialisten die Judenverfolgung vorbereitete, floh die Familie Terhoch nach Holland, wurde aber vor Kriegsende von Nazis festgenommen. Drei Familienmitglieder starben im KZ-Lager Auschwitz.© Foto Beuckelmann
Gästeführerin Gabriele Germer zeigte viele Fotos, darunter Ansichten ehemaliger Gaststätten und Ausflugslokale in und um Gahmen sowie Ansichten der damaligen Zeche Preussen. Hier ist ein Foto der Gahmener Straße zu sehen, die unter Bergbauschäden gelitten hat und vor Jahrzehnten stark abgesackt ist.© Foto Beuckelmann
Am ehemaligen Standort der einstigen Lesehalle an der Gahmener Straße/Ecke auf der Leibzucht erläuterte Gästeführerin Gabriele Germer dessen Geschichte. Gebaut um 1904 diente die Lesehalle den Bergleuten der Wissensvermittlung mit 5000 Bänden und Zeitungen, die kostenlos ausgeliehen werden konnten. Im Krieg wurde die Lesehalle fast komplett zerstört, nur Mauern blieben übrig.© Foto Beuckelmann

Gahmen sei nach der Bergbaugeschichte gut aufgestellt für die Bewohner und biete viele Naturerlebnisse. Was noch fehle, seien aber bessere Einkaufsmöglichkeiten, wünschte sich nicht nur Gabriele Germer, sondern auch Bewohner aus Gahmen, die den Rundgang interessiert mitmachten. Auch Peter Heiber aus Waltrop fand die Führung „sehr interessant und aufschlussreich“.

Vom landwirtschaftlich geprägten Ortsteil mit seinen Wald- und Weideflächen über die Bergbaugeschichte mit der einstigen Zeche Preußen und ihrer prunkvollen Lesehalle, der Wohnsituation der Menschen über die Geschichte der Gaststätten bis hin zum Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt Gahmen“ - Gabriele Germer ließ keinen Aspekt aus. Für ihre detailreiche Führung, die auch künftig angeboten werden soll, erntete sie großen Beifall.

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