Warnstreik in Lünen und Selm: Busse der VKU bleiben am Donnerstag (8.10.) stehen

Gewerkschaft Verdi

Erneut ruft die Gewerkschaft Verdi für Donnerstag (8.10.) zum Warnstreik auf. Inzwischen ist klar: Auch die Linien der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) sind betroffen.

Lünen

, 05.10.2020, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die VKU-Busse stehen am Donnerstag (8.10.) still. Die Betriebshöfe werden bestreikt.

Die VKU-Busse stehen am Donnerstag (8.10.) still. Die Betriebshöfe werden bestreikt. © Foto VKU

Wieder stehen Busse in Lünen still. Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag (8.10.) erneut einen Warnstreik angekündigt. Während am Montag (5.10.) in einer ersten Verdi-Meldung nur von der DSW 21 die Rede war, die die U41 nach Brambauer betreibt, wurde am Nachmittag auch die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) genannt.

Wie es von Verdi hieß, seien vom Warnstreik alle VKU-Busse betroffen. Sie werden die Betriebshöfe in Lünen und Kamen nicht verlassen. Linien, auf denen Subunternehmer fahren, seien aber weiterhin unterwegs.

Die Gewerkschaft wies darauf hin, dass Verdi die Streiks frühzeitig ankündige. So könnten sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren.

Bundesweiter Tarifvertrag gefordert

Hintergrund des Warnstreiks ist, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weiterhin nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit sei. Auch nach dem bundesweiten Warnstreik am 29. September hätte sie keine Bereitschaft gezeigt, in Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr einzutreten.

Die Gewerkschaft hatte die VKA am 30. September dazu aufgefordert, sich bis zum 2. Oktober 2020 zu melden, ob sie ihre Verhandlungsverweigerung aufgeben würde. Da die VKA die Verhandlungen weiterhin ablehne, komme es in dieser Woche erneut zu Warnstreiks.

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