Wassereinbruch im Achterschiff

LÜNEN Heute Morgen um 6.40 Uhr meldete der Kapitän eines Öltankers im Petrotank-Hafen (ehemaliger Shellhafen) einen Wassereinbruch im Achterschiff, dass heißt in seiner Wohnung und im Maschinenraum. Aber rasch gab es Entwarnung: kein Leck, kein Öl ausgetreten.

von Von Dieter Hirsch

, 03.01.2008, 14:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wassereinbruch im Achterschiff

Ein Blick in den Maschinenraum, in dem der Schiffsführer am frühen Morgen Wasser entdeckte.

„Danach wurde ganz normal die Rettungskette aktiviert“, erläuterte Dieter Karl von der Außenstelle Hamm des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine. Das Schiff kam am Mittwoch aus Köln und hatte 1300 Tonnen leichtes Heizöl (ca. 1,4 Mio. Liter) geladen, die am Donnerstag gelöscht werden sollten.

Wasserschutzpolizei alarmiert

Als der Schiffsführer morgens aufstand, bemerkte er das Wasser in der Wohnung und alarmierte die Wasserschutzpolizei. „Wir haben Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet, in dem wir zum Beispiel eine Pumpe in Stellung gebracht haben", erläuterte Brandoberinspektor Andreas von Keitz, der auf Seiten der Feuerwehr den Einsatz leitete. Die Firma Petrotank hat sofort die im Hafen fest installierte Druckluftsperre aktiviert. Dabei wird Luft auf die Wasseroberfläche gepumpt, was wie eine Ölsperre wirkt. „Eine reine  Vorsichtsmaßnahme“, so Petrotank-Hafenleiter Georg Ahr. Petrotank-Geschäftsführer Frank Bauer kam aus Bremerhaven, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Schiffsverkehr war nicht beeinträchtigt

„Es hat zu keiner Zeit Gefahr für Menschen oder die Umwelt bestanden“, so von Keitz, der die gute Zusammenarbeit mit der Firma Petrotank hervorhob. „Es ist gut, dass nicht mehr passiert ist“, so Bauer. Eine Spezialfirma pumpte das Wasser aus dem Maschinenraum ab. Das Schiff wurde ganz normal gelöscht, der Schiffsverkehr auf dem Datteln-Hamm-Kanal war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Was die Ursache für den Wassereinbruch war, wird bei einer Untersuchung in der Werft geklärt.

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