Weihnachtsmarkt in Lünen steht noch in den (Herrnhuter) Sternen

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Die Herrnhuter Sterne wurden am Mittwoch (28.10.) in der Fußgängerzone montiert. Eine Weihnachts-Deko gibt es also. Ob es auch einen Weihnachtsmarkt geben wird, steht noch in den Sternen.

Lünen

, 28.10.2020, 12:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch plant die Stadt für den Weihnachtsmarkt 2020. Seit Mittwoch (28.10.) ist es dank der Herrnhuter Sterne auch schon ein bisschen weihnachtlich in der Lüner Fußgängerzone. Auch wenn das Fackelschwimmen, der Adventsbasar im Hansesaal und die Nikolaus-Ankunft bereits wegen Corona abgesagt werden mussten, könnte es noch einen Weihnachtsmarkt geben.

Dazu Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage: „Laut aktueller Coronaschutzverordnung ist das möglich. Die Vorbereitungen laufen. Klar ist: Wenn er stattfindet, wird er kleiner sein als in den vergangenen Jahren, damit die Hygienevorschriften eingehalten werden können.“

Unklare Entwicklung

Allerdings befindet sich alles in einer sehr dynamischen Situation. Denn das Infektionsgeschehen hat enorm zugenommen. Spangardt: „Wie die Entwicklung weitergeht, ist unklar. Vor diesem Hintergrund ist es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich zu sagen, ob ein Weihnachtsmarkt stattfinden kann.“ Es könne gut sein, dass es nach der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin schon erste Hinweise in die eine oder andere Richtung gibt.

Große Städte wie Berlin, Frankfurt am Main, München oder Köln haben ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. Auch der weltbekannte Christkindlsmarkt in Nürnberg findet in diesem Jahr aufgrund der Corona-Lage nicht statt. Genauso hat auch die Hansestadt Lübeck ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt, die in früheren Jahren auch oft Gäste aus dem Ausland anzogen.

Einige Beschicker haben schon abgesagt

Die Beschicker des Lüner Weihnachtsmarktes wissen um die Situation, sagt der Stadtsprecher. Man stehe mit ihnen in Verbindung. „Wenn wir den Weihnachtsmarkt absagen müssen, werden sie natürlich informiert,“ so Spangardt.

Zwei langjährige Weihnachtsmarkt-Beschicker hatten bereits im Vorfeld angekündigt, dieses Jahr auf eine Reise nach Lünen zu verzichten. Der Cartoonist Hösti aus Ostfriesland war viele Jahre fester Bestandteil des Lüner Weihnachtsmarktes. Er wird, so war in sozialen Netzwerken zu lesen, wohl gar nicht mehr seinen Stand in der Vorweihnachtszeit in Lünen aufbauen.

Auch nicht dabei sein wird der beliebte Glühweinstand von Stefan Grotensohn mit der Eisenbahn. Der frühere Lüner, der seit langem auf der Insel Fehmarn lebt, wird nicht nach Lünen kommen. In seinem Stand hatten sich immer die Gäste gedrängt.

Zumindest wird es aber eine weihnachtliche Deko geben. Spangardt: „In jedem Fall werden wir die Fußgängerzone weihnachtlich ausgestalten.“ Die ersten Vorbereitungen dazu fanden diese Woche statt. Auch Weihnachtsbäume wird es geben. Ob es allerdings eine Schmück-Aktion wie in den vergangenen Jahren geben kann, ist unter den derzeitigen Voraussetzungen ungewiss. Zuletzt hatten Firmen, Vereine, Gruppen, Kitas und Schulen die Bäume mit selbst gebasteltem Schmuck verziert.

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