Statt überflüssige Dinge zu spenden, sollten die Menschen mit anpacken, meint unser Autor. © dpa
Meinung

Wer helfen will, packt mit an – oder zückt sein Portmonee

Viele Lünerinnen und Lüner wollen den Menschen in den Hochwassergebieten Hilfe zukommen lassen. Manche in Form von Sachspenden. Tarnt die Entsorgung von eurem Ramsch nicht als Wohltat!

Nein, wer spendet, leistet nicht zwangsläufig etwas Gutes. Das zeigt sich gerade ganz gut bei der Unterstützung für die Betroffenen des Hochwassers in NRW. Viele Lünerinnen und Lüner haben schon geholfen. Manche von ihnen wollten Sachspenden beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) leisten.

Als sie erfuhren, dass die Organisation in Lünen keine Sachspenden annimmt, sind einige verärgert darüber gewesen. Ihnen war wohl in diesem Moment nicht klar, dass die Helferinnen und Helfer des DRK gerade Besseres zu tun haben, als Trödel quer durch Deutschland zu fahren.

Die Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, wollen sicher nicht den Ramsch haben, der seit Jahren in Lüner Kellern verstaubt und selbst auf dem Flohmarkt keine Abnehmer finden würde. Die meisten der Dinge, die momentan in Säcken und Kartons in den Flutgebieten gestapelt sind, landen vermutlich später im Müll.

Was akut deutlich mehr hilft: Muskelkraft. Wer Zeit hat, packt in den Überschwemmungsgebieten mit an. So, wie es das DRK seit dem ersten Tag dort macht. Dabei muss es nicht gleich in die Eifel gehen. Auch in Hagen – keine 40 Kilometer von Lünen – wird noch Hilfe gebraucht.

Wer das nicht leisten kann oder will, sollte einfach eines der eingerichteten Spendenkonten füllen. Jeder Euro zählt. Denn das Kaffeeservice aus den 70ern hilft nun wirklich niemandem.

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1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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