Wie läuft der Einsatz für neue Feuerwehrgerätehäuser ? Im Rathaus geht es heiß her

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Vier neue Feuerwehrgerätehäuser sollen bis 2024 in Lünen gebaut werden; ein Beschluss von Februar. Nun, Ende November, gab es Streit darüber, wie gut es voran geht.

Lünen

, 02.12.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ausgangslage ist unstrittig: Die Feuerwehrgerätehäuser in Nordlünen, Horstmar, Beckinghausen und Niederaden genügen schon lange nicht mehr den Ansprüchen.

Im Februar folglich der Beschluss, bis 2024 neu zu bauen. Im September war dann klar, für die ursprünglich angesetzten sieben Millionen Euro, ist das nicht zu haben. Auch der gesetzte Zeitrahmen brachte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns seinerzeit auf die Palme: „Vier Häuser in vier Jahren ist eine Illusion, das ist respektlos der Feuerwehr das vorzugaukeln und ihr so Sand in die Augen zu streuen“, so Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns damals.

Nun, Ende November, gerieten die Protagonisten mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen erneut aneinander - namentlich Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und Ausschussmitglied Uwe Walter (SPD) in der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung am Donnerstag (28.11.). Während der eine (Kleine-Frauns) der Ansicht war, man sei „erfreulich weit mit unseren Planungen für die neuen Feuerwehrgerätehäuser“, regte sich Walter auf, weil man seiner Meinung nach mit den Planungen weiter sein könne.

Wie läuft der Einsatz für neue Feuerwehrgerätehäuser ? Im Rathaus geht es heiß her

Das Feuerwehrgerätehaus in Niederaden. So wie andere auch, genügt es modernen Ansprüchen an Rettungseinsätze schon längst nicht mehr. © Fröhling (A)

Seine Kritik bezog sich auf den Standort Niederaden. Hier soll das erste der insgesamt vier neuen Feuerwehrgerätehäuser entstehen. 2021, so die Beschlusslage, will man fertig sein. Nun ist bald 2020, und mit dem Grundstück sei noch nichts klar, „obwohl es das längst sein könnte“, so Walter. Der Kreis habe seines Wissens auch längst zugestimmt. So sei der Zeitplan nicht zu halten.

„Solche Diskussionen schaden allen Beteiligten“

Aussagen, auf die Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ungehalten reagierte: „Halten Sie sich da raus, das ist unsere Arbeit, das führt nur zur Verwirrung“, entgegnete er. Man arbeite, so schnell es gehe, aber es sei eben noch nicht alles klar mit dem Grundstück. Und weiter: „Es ist mitnichten die Aufgabe der Politik, die Umsetzung der Beschlüsse ständig zu kontrollieren und permanent reinzureden.“ Rüdiger Billeb (SPD), stellvertretender Ausschussvorsitzender und Sitzungsleiter an diesem Tag, sagte hingegen: „Der Ausschuss sieht sich natürlich auch in der Pflicht, die Umsetzung der Beschlüsse nachzuvollziehen.“ Prof. Johannes Hofnagel (GFL) sprach allerdings von „Aktionismus bei der SPD“. Bei Paul Jahnke (CDU) stieß der Streit auf wenig Begeisterung: „Solche Diskussionen schaden allen Beteiligten“, befand er.

Alle vier Neubauprojekte orientieren sich in Gestaltung und Ausstattung an den Feuerwehrgerätehäusern in Wethmar und Brambauer. Nach der bisherigen Zeitplanung soll das Haus in Niederaden 2021 fertig sein, das in Horstmar 2022, in Nordlünen 2023 und in Beckinghausen 2024.

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