Wie sieht modernes Lünen aus?

LÜNEN Weniger, bunter und älter – die Gesellschaft verändert sich und mit ihr auch das Leben in einer Stadt. Wie könnte ein modernes Lünen aussehen?

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 09.01.2008, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie sieht modernes Lünen aus?

Laden alle Bürger zum Zukunftsdialog über die Infrarstruktur in Lünen ein (v.l.): David R. Froessler, Innovationsagentur Stadtumbau NRW, Stadtplanerin Astrid Linn, Erster Beigeordneter Günter Klencz und Frank Schulz, Mitarbeiter der Innovationsagentur.

Über eine zukunftsweisende, aber auch bezahlbare Infrastruktur mit Bildungseinrichtungen, Freizeit- und Naherholungsangeboten sowie Wohnen und Arbeit will die Stadt nun einen Dialog mit den Bürgern eröffnen. Dazu lädt sie am Freitag, 18. Januar, von 15 bis 19 Uhr zu einem Werkstattgespräch ins Rathaus ein. Eine Anmeldung unter Tel. (02 30 6) 104-12 40 ist sinnvoll.

Ein neuer Weg des Miteinanders

Ein neuer Weg des Miteinanders ist es, mit dem Lünen sich innerhalb des Projektes Stadtumbau NRW als Modellstadt profiliert. Der ist auch perspektivisch gedacht. „Wer in einer schönen Stadt leben will, der muss lernen, mitzumachen“, sagt David R. Froessler von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW. Er präsentiert am 18. Januar Ergebnisse aus vorherigen Diskussionen mit zahlreichen Akteuren zum „Zukunftsdialog Infrastruktur“ vor. In vier Workshops können Interessierte Leitlinien entwickeln.

"Schule der Zukunft"

Es geht um „Schule der Zukunft“, moderiert von David R. Froessler. Außerdem um „Sport und Erholungsräume in Lünen“, unter Leitung von Frank Bormann, ebenfalls Innovationsagentur. Das Thema „Innerstädtisches Wohnen der Zukunft“ kann mit Frank Schulz, Innovationsagentur, diskutiert werden. Den Workshop „Die Zukunft der Arbeit in Lünen“, moderiert Stefan Schreiber, Geschäftsführer der IHK. Thomas Vielhaber, Fachbereichsleiter für Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Arnsberg, wird beispielhaft erfolgreiche Projekte aus seiner Stadt vorstellen.

"Neu denken, anders handeln"

Neu denken, anders handeln – das wird der Weg der Zukunft sein. Lünen kann nur erfolgreich sein, wenn es sich als Wirtschaftsstandort profiliert, sagt David R. Froessler von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW. Unternehmen könnten beispielsweise noch stärker mit Schulen kooperieren, um Schülern zu zeigen „hier habe ich Perspektiven“. Sinnvoll sei auch ein Zusammenrücken von Firmen und Universitäten, um Fachkräfte an Lünen zu binden.

Bezahlbare Einrichtungen

Wichtig seien in diesem Zusammenhang hochwertiger Wohnraum (Wohnen am Wasser) oder ein gutes Kulturangebot. In Zeiten schmaler Kassen gehe es nicht zuletzt um die Frage bezahlbarer Einrichtungen. „Können wir es uns leisten, eine Grundschule nach acht Stunden zuzuschließen oder könnte sie mit neuen Konzepten nicht eine Ressource fürs Quartier als Ort der Begegnung werden?“, fragt Froessler. „Hier haben wir die Idee des integrativen Schulzentrums Lünen-Süd aufgegriffen“, sagt Stadtplanerin Astrid Linn. Froessler bringt auch die ältere Generation mit ins Spiel – eine Ressource, die verschwendet werde.

Neue Qualität der Gesprächskultur

Der Prozess „Zukunftsdialog Infrastruktur Lünen“ biete eine neue Qualität der Gesprächskultur. Er habe bereits unterschiedlichste Akteure, Fachleute und Institutionen, bis zum Moscheeverein, an einen Tisch gebracht. „Auch von dieser Zusammenstellung versprechen wir uns, Neues zu bewegen“, so Linn. Die zukunftsweisenden Projektideen, auch aus dem Werkstattgespräch, sind Entwürfe für Leitlinien, die dokumentiert und letztlich dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden sollen.

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