Zahl der stationären Pflegeplätze darf nur langsam steigen

Landrat stellt fest

LÜNEN Die Zahl der stationären Pflegeplätze soll im Kreis Unna nur langsam wachsen. Das betonte am Mittwoch Landrat Michael Makiolla. Würde es zu viele stationäre Pflegeplätze geben, bestünde der Gefahr eines ruinösen Wettbewerbs zwischen den einzelnen Anbietern.

von Von Beate Rottgardt

, 08.07.2009, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahl der stationären Pflegeplätze darf nur langsam steigen

Landrat Michael Makiolla schaute sich die Dokumentationen an, für die viel Arbeitszeit verwendet werden muss.

Der Kreis versuche durch die Beratung von Investoren Einfluss zu nehmen und sie eher auf den Bau von Einrichtungen des betreuten Wohnens zu lenken. Makiolla: "Wir sind auch in ständiger Diskussion mit den Kommunen, die durch die Bebauungspläne Einfluss auf den Bau von Pflegeheimen haben.

Der Landrat war am Mittwoch zu Gast im Lüner Caritas-Altenzentrum St. Norbert, dass er als "ein sehr gutes Heim" bezeichnete. Ein Problem aller Einrichtungen ist die aufwändige Dokumentation, die 20 bis 30 Prozent der Arbeitszeit der Pflegenden in Einrichtungen kostet. "Wir wünschen uns Dokumentationen, bei denen das Handling einfacher ist", so Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner.

Makiolla sagte sagte Hilfe zu. "Wir werden im Kontakt mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen heraufinden, inwiefern wir die Dokumentationen vereinfachen dürfen", so Makiolla. Und Kreis-Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod will das Thema beim nächsten Arbeitskreis für stationäre Einrichtungen auf die Tagesordnung setzen.

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