Zahlreiche Gläubige holten sich Sternsinger-Segen in der Lüner Innenstadt ab

hzSternsinger-Aktion

Die St.-Marien-Gemeinde beschreitet neue Wege: Erstmals mussten sich die Gläubigen den Sternsingersegen persönlich abholen. Und zwar mitten in der Lüner Innenstadt.

Lünen

, 05.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christus, segne dieses Haus: Den traditionellen Sternsingersegen (20*C+M+B+20) gab es in der St.-Marien-Gemeinde dieses Jahr erstmals nicht ins Haus geliefert. Die Gläubigen mussten sich den Segen am Samstag (4.1.) eigenständig abholen.

Mit der neuen Sternsingersegenaktion „to go“ betrat die St. Marien-Gemeinde am Wochenende Neuland:

„Wir sind sozusagen der Eisbrecher. Die Kirchengemeinde St. Lamberti in Münster diente für uns als Vorreiter. Ich bin gespannt, ob auch wir damit Erfolg haben, einmal in anderer Weise den Sternsingersegen zu verteilen.“

Kurzweilige Andacht

Das sagte Pfarrer Michael Mombauer, der am Samstag gemeinsam mit Pastoralreferentin Christina Eikens sowie einigen Gemeindeausschussmitgliedern von St. Marien zu einer kurzweiligen Andacht, jeweils zur vollen Stunde, auf dem „Alten Markt“ unter dem regensicheren Pavillon, einlud.

„Diese Aktion ist für mich etwas Neues, aber lohnenswert. In den Vorjahren kamen die Sternsinger zu mir nach Hause. Jetzt hole ich mir halt den Segen hier ab und nehme den Sternsingersegen mit nach Hause“, sagte etwa Heike Weiland.

Durchweg positiv bewertete auch Horst-Hermann Weischenberg die Aktion, der mit seinem Hund, während seines Einkaufsbummels durch die Lüner Fußgängerzone einen Zwischenstopp am Stand der Sternsinger einlegte.

„In eigenen vier Wänden schöner“

„Ich finde den Besuch der Sternsinger in den eigen vier Wänden schöner. Aber warum sollte man die neue Aktion nicht einmal ausprobieren. Eben mal etwas anderes als die übliche Tradition von Haus zu Haus“, sagte Gertrud Koslowski.

Voll des Lobes für die Aktion waren die Sternsinger selbst: „Ich mache gerne mit. Ich bin gerne hier draußen an der frischen Luft. Das gefällt mir“, sagte der zehnjährige Gabriel stellvertretend für seine Mitstreiter.

750 Euro eingenommen

„Mit unserer neuen Aktion bin ich zufrieden. Heute haben wir 750 Euro eingenommen. Besonders freute es mich, dass auch Bürger anderer Lüner Gemeinden bei uns Halt gemacht haben. Ich denke, im nächsten Jahr werden wir die Aktion wiederholen. Vielleicht aber an einem anderen Standort in der Stadt“, zog Pastoralreferentin Christina Eikens am Ende ein durchweg positives Fazit.

Wie in den Vorjahren sind die Erlöse für das päpstliche Missionswerk, ein Kinderhilfswerk der katholischen Kirche mit Sitz in Aachen, bestimmt.

Die Aktion 2020 steht unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“.

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