Zugausfälle zwischen Dortmund und Lünen Technische Störung an Bahnübergang der Linie RB 51

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Auch der Bahnübergang „Hummelknäppen“ ist betroffen.
Auch der Bahnübergang "Hummelknäppen" ist betroffen. © Peter Fiedler (A)
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Nach dem schweren Unfall am späten Mittwochnachmittag (16.) auf einem Bahnübergang in Lünen-Alstedde gibt es auch am Donnerstag Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Beide Vorfälle stehen offenbar nicht im Zusammenhang, wie eine Sprecherin der Bahn mitteilt.

Demnach gibt es auf der betroffenen Bahnlinie, der RB 51 zwischen Dortmund und Enschede, Verspätungen und Teilausfälle. Betroffene sollen für eventuelle Ersatzverbindungen die „Onlinereiseauskunft“ nutzen.

Was ist passiert? Laut Bahnsprecherin gibt es eine technische Störung an einem Bahnübergang zwischen Bork und Lünen. Das hat kuriose – und zeitaufwendige – Folgen. Weil die Schrankenanlage nicht funktionieren, sind die Lokführer informiert worden. „Es gibt da feste Sicherheitsabläufe“, sagt die Bahnsprecherin.

Demnach müssen die Lokführer sehr langsam an den Übergang heranfahren, dann stehenbleiben, aussteigen und per Schlüssel die Schranken schließen.

Erst dann kann der Zug passieren, wieder anhalten, sodass der Zugführer die Schranken wieder öffnen kann. Zusätzlich gibt der Zug ein Warnsignal ab.

„Aktuell rollt der Verkehr“, sagt die Sprecherin, allerdings sorge dieser Ablauf für deutliche Verzögerungen. Laut DB Regio fallen Züge zwischen Dortmund und Lünen zudem komplett aus.

Unfall-Bahnübergang nicht betroffen

Der bei dem schweren Unfall am Mittwoch beschädigte Bahnübergang Am Steinkreuz sei davon indes nicht betroffen. Dort gab es ja ohnehin keine Schranken. Stattdessen warnte bis zu dem Unfall ein Andreaskreuz jene, die den Übergang passieren wollten. Das jedoch wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.

Stattdessen sperren und öffnen dort jetzt Bahnmitarbeiter bei jeder Durchfahrt den Übergang.

Wie lange die Einschränkungen noch anhalten werden, weiß auch die Bahnsprecherin noch nicht. „Wir arbeiten unter Hochdruck daran“, sagte sie.