"Zum Humbertus"-Pächter Michael Schlottke steht vor dem Eingang des wiedereröffneten Biergartens in Lünen. © Ute Vellmer
Gastronomie

„Zum Hubertus“ in Lünen: Schnitzel und Gezapftes zaubern Lächeln herbei

Am Sonntag begrüßte Michael Schlottke (51) zum ersten Mal Gäste im Biergarten des Lüner Restaurants „Zum Hubertus“. Für den Koch war die Eröffnung ein Lichtblick für die Zukunft.

Lange hat Michael Schlottke auf diesen Moment gewartet: Fast ein halbes Jahr, nachdem er das Restaurant „Zum Hubertus“ – gleichzeitig auch Vereinszentrum des Lüner Schützenvereins von 1332 – übernommen hatte, durfte der Koch aus Lünen am Sonntag (23.5.) dort zum ersten Mal Gäste bewirten. Weil die Corona-Inzidenz im Kreis Unna noch über 50 liegt, geht das zunächst nur im Biergarten. Und dort war am langen Pfingstwochenende noch nicht ganz so viel los. „In der Spitze haben sich etwa 20 Gäste gleichzeitig bei uns aufgehalten“, schaut Schlottke zurück.

Biergarten bietet Platz für 50 Personen

Damit blieben mehr als die Hälfte der Plätze frei. Der Biergarten biete Kapazitäten für 50 Personen erklärt Schlottke. „Es waren nicht so viele Fußgänger, Hundebesitzer und Fahrradfahrer wie sonst unterwegs“, sagt der 51-Jährige mit Blick auf das wechselhafte Wetter am Pfingstwochenende. Die Hoffnung liege auf dem kommenden Wochenende, für das bis zu 22 Grad Celsius und eine niedrige Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt sind.

Schnitzel und frisch gezapftes Bier zauberten trotzdem ein Lächeln in die Gesichter der Gäste, die sich im Biergarten niedergelassen hatten. Das sorgte auch bei Schlottke für gute Laune. „Es macht riesig Spaß, wieder Menschen zu bewirten – das war schönes Gefühl“, erinnert sich der Lüner, der bald die Wiedereröffnung des Restaurants gebührend feiern möchte.

Bei vollständiger Restaurantöffnung warten Eröffnungsangebote

Dann soll es ebenfalls entsprechende Eröffnungsangebote geben. Aufgrund der kurzfristigen Biergartenöffnung sei es nicht möglich gewesen, noch etwas auf die Beine zu stellen. „Wir haben zwar Waffeln am Stiel für einen Euro angeboten. Ein richtiges Eröffnungsangebot war das aber nicht“, sagt Schlottke und ergänzt: „Das werden wir aber nachholen, sobald auch die Innengastronomie wieder öffnen darf.“

Wann das sein wird, bleibt noch abzuwarten. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Unna liegt zwar weiterhin unter dem Schwellenwert von 100, damit sich Gäste im Inneren von Restaurants bedienen lassen dürfen, muss dieser Wert jedoch unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen fallen.

Für Schlottke und sein Restaurant hätte dies einen weiteren Vorteil: Aktuell ist der Biergarten nur über einen kleinen Umweg zu erreichen. „Der eigentliche Durchgang führt durch das Innere des Restaurants. So hätten wir allerdings keine Öffnungsgenehmigung bekommen“, erklärt Schlottke, der zugleich mit seiner Partnerin Dajana Bracke das Cateringunternehmen „ruhrpottcatering“ in Olfen betreibt.

Zukunft des Olfener Boxenstopps: Entscheidung naht

Dieser Abhol- und Lieferservice bleibt auch bestehen, wenn der Restaurantbetrieb im „Hubertus“ vollständig durchgestartet ist. Wie es mit dem Boxenstopp weitergeht, den Schlottke noch im Herbst 2020 in Olfen unter der dicken Eiche am Krähenbusch einrichtete, werde sich bald entscheiden. Um gegen die ausbleibenden Aufträge anzukämpfen, versorgte er jeden Sonntag die Ausflügler in Olfen. Wechselnde Gerichte wie Kohlrouladen oder Grill-Haxen sprachen sich schnell herum.

Denn Aufgeben wollte Schlottke während der Corona-Pandemie nicht. „Wir haben nie den Kopf in den Sand gesteckt“, meint er. Genau aus diesem Grund entschied er sich trotz der mäßigen Wetterprognosen am Pfingstwochenende, den Biergarten des „Hubertus“ zu öffnen. „Ich kann verstehen, dass andere Gastronomie-Kollegen nicht geöffnet haben. Aber wir müssen etwas verdienen“, sagt er.

Die ersten Kunden wird es gefreut haben. Sie konnten nach langer Zeit wieder leckeres Essen und Kaltgetränke mit Bewirtung genießen.

In einer ersten Fassung hatten wir das Restaurant fälschlicher Weise „Zum Humbertus“ genannt.

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