Corona-Pandemie

50 von 55 Intensivbetten sind belegt – weniger Patienten mit Corona-Infektion

Um die Notfallversorgung zu gewährleisten, stimmt sich das Klinikum Westmünsterland täglich oder auch stündlich mit dem Rettungsdienst des Kreises Borken ab. Die Lage in den Krankenhäusern bleibt angespannt.
Die Zahl der coronainfizierten Patientn in den Krankenhäusern des Klinikums Westmünsterland ist gesunken, wie Pressesprecher Tobias Rodig mitteilt. Aber die Intensivstationen sind ausgelastet, und die Krankenhäuser müssen Personalausfälle wegen Krankheits- und Quarantänefällen organisieren.
Die Zahl der coronainfizierten Patientn in den Krankenhäusern des Klinikums Westmünsterland ist gesunken, wie Pressesprecher Tobias Rodig mitteilt. Aber die Intensivstationen sind ausgelastet, und die Krankenhäuser müssen Personalausfälle wegen Krankheits- und Quarantänefällen organisieren. © Klinikum Westmünsterland

„Die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit Corona-Infektion in unseren Krankenhäusern ist in den vergangen Tagen etwas gesunken, befindet sich aber noch auf einem hohen Niveau“, beschreibt Tobias Rodig, Sprecher des Klinkums Westmünsterland, die Lage für die Standorte in Ahaus, Stadtlohn, Vreden, Borken und Bocholt .

Es komme auch weiterhin zu krankheitsbedingten oder quarantänebedingten Personalausfällen in den Kliniken. „Das führt dazu, dass es in den Krankenhäusern zu Leistungseinschränkungen kommen kann“, betont der Klinikum-Sprecher. Patienten würden in diesen Fällen immer rechtzeitig durch das Krankenhaus informiert und es werde immer genau geschaut, bei welchen Aufnahmen eine Verschiebung medizinisch vertretbar sei. „ Wir stimmen uns darüber hinaus täglich und gegebenenfalls stündlich mit dem Rettungsdienst des Kreises Borken sowie den anderen Krankenhäusern im Klinikum Westmünsterland ab, um die Notfallversorgung zu gewährleisten“, so Tobias Rodig.

Die Lage auf den Intensivstationen_ 50 von 55 Betten belegt

Von insgesamt regelhaft 55 betriebenen Betten waren – Stand Mittwoch, 6. April – 50 belegt. Im Notfall sind maximal 70 Betten betreibbar.

Auf den Intensivstationen der Krankenhausstandorte, an denen eine intensivmedizinische Betreuung von Covid-Patienten stattfindet, sieht die Situation aktuell wie folgt aus:

  • Im St.-Marien-Krankenhaus Ahaus: von 12 Intensivbetten sind 10 belegt.
  • Im St.-Agnes-Hospital Bocholt: von 22 Intensivbetten sind 22 belegt.
  • Im St.-Marien-Hospital Borken von 12 Intensivbetten sind 12 belegt.

Stationäre Covid-Patienten

Im Klinikum Westmünsterland sind aktuell 68 Covid-Patienten (minus 17 Patienten im Vergleich zur Vorwoche) in stationärer Behandlung. 4 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Davon versorgt das:

  • St.-Marien-Krankenhaus Ahaus: 19 Covid-Patienten, zwei davon auf der Intensivstation (-4 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)
  • St.-Agnes-Hospital Bocholt: 24 Covid-Patienten, einer davon auf der Intensivstation. (-16 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)
  • St.-Marien-Hospital Borken: 23 Covid-Patienten, keiner davon auf der Intensivstation. (+2 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)
  • Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn: 2 Covid-Patienten, nicht auf der Intensivstation (+1 stationärer Patient im Vergleich zur Vorwoche)

Impfstatus, Alter und weitere Informationen zu den Patienten

„In der aktuellen Omikronwelle gibt es im Klinikum Westmünsterland eine weiterhin wachsende Gruppe von Patientinnen und Patienten, die Sars-CoV-2-positiv sind, bei denen der Aufnahmegrund aber vorrangig eine andere Erkrankung ist“, teilt Tobias Rodig mit. Es handele sich dabei oftmals um Patienten, bei denen die Coronainfektion zu einer Verschlechterung der Grunderkrankung beiträgt. „Es wäre deshalb irreführend, in diesen Fällen von einem bedeutungslosen Zufallsbefund von Sars-CoV-2 auszugehen“, ergänzt der Klinikum-Sprecher.

Eine trennscharfe Unterscheidung zwischen einer stationären Aufnahme mit der Hauptdiagnose COVID oder einer stationären Aufnahme mit der Nebendiagnose Covid ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll möglich. Die Unterscheidung von Covid als Haupt- oder Nebendiagnose spielt für die Krankenhäuser in der Behandlung eine untergeordnete Rolle. In beiden Fällen sind in der stationären Versorgung die gleichen aufwendigen Schutz- und Isolierungsmaßnahmen zu treffen.

Besuche sind möglich – es gibt aber Regeln

Weiterhin besteht an allen Krankenhausstandorten die Möglichkeit, dass Patienten Besuch empfangen. Die Besuchsmöglichkeiten sind jedoch eingeschränkt und unterliegen bestimmten Voraussetzungen. Aktuell gilt an allen Krankenhausstandorten eine 1G-Regel, das heißt Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen. Weiterhin gilt in allen Einrichtungen die Maskenpflicht. Regelungen können sich im Detail an den einzelnen Krankenhausstandorten aufgrund unterschiedlicher Infektionslagen, Infrastruktur und Fachabteilungen unterscheiden und werden durch die örtlichen Krankenhausbetriebsleitungen bestimmt.

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