Alexandra Schoo tritt am 26. September für die Grünen an und stellt sich auch in Ahaus, Heek und Legden zur Wahl. © Christoph Steinweg
Bundestagswahl 2021

Alexandra Schoo (Grüne): 1,5-Grad-Ziel einhalten und faire Preise für Bauern

Zwei Wahlkreise, insgesamt 16 Kandidaten: Am 26. September sind auch die Wähler im Kreis Borken zur Wahl zum Deutschen Bundestag aufgerufen. In loser Reihenfolge stellen wir die Kandidaten vor. Heute: Alexandra Schoo (Grüne).

Warum die Ochtruperin in den Bundestag einziehen will? Sie trete für eine „frische, neue und junge Politik“ an, sagt die 34-Jährige. Sie könne und werde Verantwortung tragen. Zu den drei wichtigsten Aufgaben der Bundespolitik zählt sie die Bewältigung der Klimakatastrophe inklusive Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels, die Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen und das Thema Kinder und Jugendliche. Hier sei inakzeptabel, dass jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut aufwachse.

Um den ländlichen Raum attraktiver zu machen, müssten eine Mobilitätsgarantie inklusive ÖPNV-Ausbau, Carsharingmodelle und Infrastruktur für E-Mobilität her. Zudem: Schnelles Internet, gute und flächendeckende Gesundheitsvorsorge und Initiativen und Programme für lebendige Innenstädte wie Co-Working und zudem Lebensmittelgeschäfte auch in kleinen Orten.

Schutz gegen Dumpingpreise bei Lebensmitteln

Für den Klimaschutz sei eine Ausbauoffensive für Erneuerbare Energien nötig, ein schneller Ausstieg aus der Kohle und ein realistischer CO2-Preis inklusive Energiegeld zur sozialen Abfederung. Für Landwirte müsse es einen Schutz gegen Dumpingpreise bei Lebensmitteln geben, so Schoo.

Damit Tierschutz wirtschaftlich machbar sein kann, müssten die Landwirte eine Umbauförderung und faire Preise bekommen. Auch müsse es verpflichtende Haltungskennzeichnungen geben. Dabei sollte ein „Tierschutz-Cent“ und eine Förderung der Weidetierhaltung helfen.

Für die Bildungspolitik in Nach-Coronazeiten mahnt Alexandra Schoo schnelles Internet und eine ausreichende Zahl an Laptops an, aber auch „funktionierende Toiletten und Fenster, die sich öffnen lassen“.

„Der ländliche Raum bietet Chancen, aber eben auch Hürden“

Auch brauche man Nachhilfeprogramme des Bundes, etwa für Sprachförderung und bei Sport- und Kulturangeboten. Der größte Pluspunkt des Kreises Borken sei, dass er viele Merkmale vereine – landschaftlich, kulturell und auch menschlich. Das größte Problem der Region aus Sicht der Grünen-Kandidatin ist, dass er als ländlicher Raum die damit verbundenen Probleme hat. „Der ländliche Raum bietet Chancen, aber eben auch Hürden“, sagt sie.

Zur Person: Alexandra Schoo

Alter: 34
Wohnort: Ochtrup
Familienstand: Verheiratet
Kinder: zwei
Beruf: Jugendhilfeerzieherin/Traumapädagogin
Politisches Vorbild: Claudia Roth
Welchen Beruf wollten Sie als Kind wählen? Sängerin
Hobbys: Ich bin eine leidenschaftliche und gute Musical-Sängerin. Daher investiere ich viel Zeit ins Gesangstraining
Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden, wenn Sie im Kreis Borken unterwegs sind? Ich besuche gern mit meinen Kindern das Laga-Gelände in Gronau. In Ahaus gehe ich gerne ins Kino und besuche das Schloss.
Was ist ihre Stärke, was ihre Schwäche in der Politik? Zu meinen absoluten Stärken gehört mein unermüdliches Engagement und meine Durchsetzungsfähigkeit. Ich kann mich schnell in Themenfelder einarbeiten. Dabei bin ich immer fair und transparent. Meine Schwäche ist, dass ich kein gutes Pokerface habe.
Welche Tugend sollte ein Politiker unbedingt mitbringen? Politiker und Politikerinnen sollten immer aufrichtig, demütig und transparent sein.

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