Bundesstraße 525

Baustelle und neue Ampel fordern jetzt und in Zukunft Geduld von Autofahrern

Wer die B 525 bei Gescher von Coesfeld kommend in Richtung Südlohn befährt, muss in Höhe des Gewerbegebietes von 100 km/h auf 30 km/h abbremsen. Grund ist eine Großbaustelle mit Fahrbahnverengung, die die Autofahrer in den nächsten Monaten noch öfter betreffen wird.
Ortstermin auf der Baustelle K 44n: (v.l.) Thomas van der Linde (Bauleitung Kreis Borken), Florian Okon (Bauleitung Stadt Gescher), Bürgermeisterin Anne Kortüm, Hermann Boll (Projektleitung Strabag AG), Christian Abbing (Abteilungsleiter Straßenbau und Verkehrsplanung Kreis Borken), Christoph Nyhuis (Polier Strabag AG) und Frank Holtwick (Verkehrsplanung Stadt Gescher).
Ortstermin auf der Baustelle K 44n: (v.l.) Thomas van der Linde (Bauleitung Kreis Borken), Florian Okon (Bauleitung Stadt Gescher), Bürgermeisterin Anne Kortüm, Hermann Boll (Projektleitung Strabag AG), Christian Abbing (Abteilungsleiter Straßenbau und Verkehrsplanung Kreis Borken), Christoph Nyhuis (Polier Strabag AG) und Frank Holtwick (Verkehrsplanung Stadt Gescher). © Jürgen Schroer

Vor gut vier Wochen sind die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Kreisstraße K 44n angelaufen, die eine Verbindung zwischen Bundesstraße und Kreisverkehr Bahnhofstraße herstellt. Die Anbindung an die B 525 erfolgt über eine Ampelanlage, die Ende November in Betrieb gehen soll.

„Wir gehen davon aus, dass die gesamte Baumaßnahme bis zum Jahresende fertiggestellt ist“, sagte Christian Abbing, Abteilungsleiter Straßenbau und Verkehrsplanung Kreis Borken, beim Ortstermin.

Seit weit über 20 Jahren laufen die Vorplanungen für dieses Projekt, bei dem unterschiedliche Trassenverläufe untersucht worden sind. Die K 44n bringt – neben der Erschließung des wachsenden Gewerbegebietes – eine optimierte Verkehrsführung, eine Entlastung der Bahnhofstraße und eine Aufteilung der Verkehrsströme in Richtung B 525.

Die Realisierungsphase hat Mitte 2020 mit dem Bau des Kreisverkehrs an der Bahnhofstraße begonnen. Jetzt läuft der zweite große Bauabschnitt mit Gesamtkosten von 1 715 000 Euro, die von der Stadt Gescher zu tragen sind. Im Gegenzug kümmert sich der Kreis Borken um die Ausführung und trägt die Unterhaltungskosten der künftigen Kreisstraße. Das sei die gängige Praxis beim Neubau von Kreisstraßen.

12.000 Fahrzeuge am Tag auf Bundesstraße 525

Noch konzentrieren sich die Arbeiten auf den Straßenbau in Höhe Sicon. Hier setzen die Arbeiter der ausführenden Firma Strabag AG (Osterwald) Bordsteine und Regenabläufe, bauen die Frostschutzschicht und später die Schottertragschicht ein.

Im Zuge der Anbindung an die B 525 wird die Schildarpstraße auf einer Länge von circa 400 Metern bis hinter dem Stichweg bei PlanET Biogas ausgebaut. Bis Ende September soll das erledigt sein.

Dann beginnt die Umgestaltung der südlichen Fahrbahn der B 525, wo immerhin 12 000 Fahrzeuge am Tag rollen. In dieser Phase wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt und per Lichtzeichenanlage geregelt.

„Das ist zwangsläufig mit Wartezeiten verbunden“, so Thomas van der Linde vom Kreis Borken. Ende November, schätzt er, geht die neue Ampelanlage an der B 525 in Betrieb, sodass zumindest die Fahrzeuge der Unternehmen Sicon und PlanET hier schon an- und abfahren können.

Neben der Anbindung an die Bundesstraße gibt es weitere Teilabschnitte. Dazu zählen die Erneuerung und Verbreiterung des Wirtschaftsweges zwischen Lise-Meitner-Straße und Schultenrott und anschließend bis zur Alten Feldmark.

Danach wird auch die Straßenfläche in Höhe Oberwies ausgebaut. Letzter Schritt ist die Abbindung der Alten Feldmark, die Voraussetzung für die Genehmigung der neuen Anbindung an die B 525 war.

„Hier wird vollständig gekappt“, verdeutlicht Bürgermeisterin Anne Kortüm. Auch Fahrradfahrer werden die B 525 an dieser Stelle nicht mehr queren können. Damit unter anderem Lkw hier wenden können, entsteht ein Wendehammer mit 25 Meter Durchmesser.

Bei planmäßigem Verlauf wird alles bis Weihnachten fertig sein. Im Frühjahr 2023, so die weitere Zeitschiene, könnte dann mit dem Endausbau der K 44n zwischen Oberwies und Bahnhofstraße begonnen werden. Spätestens Anfang 2024 soll der Verkehr dann ungehindert über die neue Kreisstraße im Süden Geschers fließen.

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