Jürgen Langert von der BEW (rechts) dankt Landwirt Heinrich Welsing für 25 Jahre Mitarbeit im Beirat der Landwirte aus den drei Bocholter Wasserschutzgebieten. © BEW
Trinkwasser

Bocholter Landwirte können Nitratbelastung im Trinkwasser niedrig halten

Mit neuen Bearbeitungsmetholden ist es den Bocholter Landwirten gelungen, die Nitratbelastung im Trinkwasser gering zu halten. Das sagt der Bocholter Trinkwasserversorger BEW.

Die langen Hitzeperioden der vergangenen drei Sommer haben den Böden zugesetzt – auch den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Trotz dieser schwierigen Witterungsverhältnisse sei es den Bocholter Landwirten gelungen, das Grundwasser vor Abbauprodukten aus der Landwirtschaft zu schützen.

Das sagte Jürgen Langert, Leiter der Abteilung Verteilung Gas/Wasser bei der Bocholter Energie- und Wasserversorgung (BEW) jetzt bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Landwirte aus den Wasserschutzgebieten Mussum, Liedern und Schüttensteiner Wald. Zum 32. Mal trafen sich die Mitglieder und zum ersten Mal taten sie das online.

Pflanzenschutzmittel um 30 Prozent reduziert

Die rund 100 Teilnehmer wollen nach Auskunft der BEW auch in den kommenden Jahren Wasserschutzflächen und Wasserschutzstreifen anlegen und zudem den Schutz des Grundwassers vor Pflanzenschutzmitteln und deren Abbauprodukten erhöhen. Das soll nach Auskunft der BEW unter anderem dadurch erreicht werden, dass der Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln speziell auf die einzelnen Flächen abgestimmt werde.

Bisher hätten die Landwirte es bereits durch mechanische Verfahren geschafft, den Einsatz solcher Mittel um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Unterstützt werden sie dabei von den Pflanzenschutzberatern der Landwirtschaftskammer. Diese und weitere Maßnahmen hätten dazu geführt, dass die Nitratkonzentration des Bocholter Trinkwassers nur bei rund 10 Milligramm je Liter liege. Erlaubt seien 50 Milligramm, erläutert Langert.

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