Ein Therapiehund aus Coesfeld im Rampenlicht bei RTL-Show

Die bretonische Spaniel-Dame Tulip „arbeitet“ als Therapiebegleithund in der Coesfelder Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des LWL. Jetzt trat sie in der RTL-Show „Top Dog Germany“.
Der Pool war Tulip in der Show nicht ganz geheuer.
Der Pool war Tulip in der Show nicht ganz geheuer. © RTL/Markus Hertrich

Eigentlich hat Tulip einen ganz anderen Job. Die bretonische Spaniel-Dame „arbeitet“ als Therapiebegleithund in der Coesfelder Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Gemeinsam mit Herrchen Roman Schamel kümmert sie sich um Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen, heißt es in einer Pressemitteilung des LWL

Tulip hat dabei wichtige Aufgaben: Sie begrüßt mögliche neue Patienten und sorgt schon einmal dafür, dass den Jungen und Mädchen die Entscheidung, in der LWL-Tagesklinik Hilfe zu suchen, leichter fällt. Geht es dann mit der Therapie los, ist Tulip ein wahrer Eisbrecher.

Bretonische Spaniel-Dame tröstet Kinder

Sie tröstet traurige Menschen, erleichtert den Einstieg in ein Gespräch und zeigt den Jungen und Mädchen, dass man nicht perfekt sein muss, um geliebt zu werden. „Tulip ist eher ungeduldig. Auf Leckerchen zu warten und aufmerksam zu sein, fällt ihr echt schwer,“ so Roman Schamel.

Damit zeige sie zum Beispiel jungen Patienten mit ADHS (Aufmerksamkeits-DefizitHyperaktivitäts-Störung), dass sie mit ihrem Problem, sich zu konzentrieren nicht alleine stehen, so der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.

Jetzt hat Tulip in der TV-Show „Top Dog Germany“ bewiesen, dass noch viel mehr in ihr steckt. Gemeinsam mit ihrem Leinenführer Schamel absolvierte sie einen schwierigen Parcours inklusive Hürdenlauf, Hängebrücke, Bällebad und Pool und trat in einen Wettbewerb mit 100 weiteren Vierbeinern.

„Das war eine tolle Erfahrung für Tulip und mich und hat uns noch enger zusammengeschweißt“, resümiert der 48-Jährige dieses Erlebnis „Tulip hat sich super angestellt. Alleine ein Stöckchen in den Mund zu nehmen und damit Kegel umzuschmeißen, das war nicht ihr Ding. Und auch die Schwimmeinheit im glasklaren Wasser des Pools war Tulip nicht ganz so geheuer. Sie ist, sonst nur Naturgewässer gewohnt.“

Spannender Blick hinter die Kulissen

Das habe das Team wertvolle Zeit und den Einzug ins Finale gekostet. Enttäuscht sind aber weder Herrchen noch Hund. Immerhin seien sie von über 3.000 Bewerbern unter die letzten 100 gekommen. „Wir hatten eine tolle Zeit, wurden vom RTL-Team super betreut und haben einen spannenden Einblick hinter die Kulissen einer solchen Show werfen können,“ so Schamel. Das Training werden die beiden auf jeden Fall fortsetzen. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja beim nächsten Versuch.

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